Kusel
Isabell Steinhauer-Theis gewinnt die Stichwahl ums Stadtbürgermeisteramt in Lauterecken
Isabel Steinhauer-Theis wird neue Stadtbürgermeisterin in Lauterecken. Von den 1586 Wahlberechtigten haben sich 596 (70,95 Prozent) für die CDU-Kandidatin entschieden. Ihre Mitbewerberin Heike Saladin bekam 244 Stimmen (29,05 Prozent).
Als der Anruf der RHEINPFALZ sie erreicht, ist Isabel Steinhauer-Theis im Lauterecker Stadtcafé auf ihrer Wahlparty schon kräftig am Feiern. „Die Getränke gehen heute Abend auf mich. Erstmal“, sagt die gelernte Hauswirtschafterin und studierte Diplom-Betriebswirtin lachend. „Super gut“ sei das Ergebnis, mit dem sie so nicht gerechnet habe: „Nach dem ersten Wahlgang war ich zwar optimistisch, aber dass es so ausfällt ...“ Das Vertrauen der Wähler zeige, dass sie mit ihrem Team auf dem richtigen Weg sei.
Amtseinführung vorm Sommer?
Steinhauer-Theis weiß aber auch, dass sie sich nun beweisen muss: „Die 70 Prozent sind ein toller Vertrauensvorschuss. Mit meiner Mannschaft hinter mir, freuen wir uns, dass wir jetzt loslegen können.“ Wann genau Steinhauer-Theis, die bislang unter anderem im Stadtrat, im Verbandsgemeinderat und der Kreis-CDU aktiv war, in ihr neues Amt eingeführt wird, weiß die 42-Jährige noch nicht: „Den Termin kenne ich noch nicht, hoffe aber, dass das vielleicht noch vor der Sommerpause über die Bühne geht.“
Saladin: „Großes Ziel erreicht“
Zu den ersten Gratulanten der neuen Stadtbürgermeisterin gehörte ihre Mitbewerberin in der Stichwahl, Heike Saladin. Die zeigt sich am Telefon entspannt: „Ich bin nicht enttäuscht. Eigentlich eher ein bisschen erleichtert – und wahnsinnig stolz, dass ich im Vergleich zum ersten Wahlgang noch einmal gut zehn Prozent Stimmen gewinnen konnte.“ Das große Ziel, ein Wechsel, sei erreicht worden: „Wir haben frischen Wind an der Stadtspitze, und ich traue Isabel zu, etwas zu bewegen.“
Ihre eigene politische Karriere ende nun nach der Stichwahl, sagt Saladin: „Das war eine kurze, heftige Zeit. Aber auch eine schöne Zeit.“ Ihr Engagement beim Heimat- und Kulturverein und bei Veranstaltungen in Lauterecken dagegen werde nicht unter der Wahlniederlage leiden: „Ich liebe mein Städtchen weiterhin!“
Die Wahlbeteiligung lag bei den Stichwahlen bei 53,91 Prozent. Von 1586 Wahlberechtigten insgesamt haben 855 ihre Stimme abgegeben, 840 davon waren gültig.