Kusel
Hof am Weiher Albessen will Großhandel ins Gewerbegebiet Konken verlegen
Der Hof am Weiher in Albessen beabsichtigt, seinen Großhandel in das Gewerbegebiet auf die Konker Erlenhöhe zu verlegen. Wie die Geschäftsführung der RHEINPFALZ bestätigte, hat der Aufsichtsrat dies Anfang Oktober beschlossen. Wann der Umzug realisiert werden kann, ist allerdings noch unklar. Denn für das ausgewählte Grundstück besteht ein Vorkaufsrecht.
Nach Auskunft des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, Stefan Spitzer, liegt das Vorkaufsrecht bei der Firma Rhenocoll, die dieses schon zu Anfang ihrer Ansiedlung auf der Erlenhöhe für eine mögliche Erweiterung erlangt habe. Von Rhenocoll selbst war dazu nichts Konkretes zu erfahren. Ob Rhenocoll das Vorkaufsrecht hat und ob daran festgehalten wird, ließ Firmenchef Werner Zimmermann auf RHEINPFALZ-Nachfrage offen. Er ließ lediglich mitteilen, dass es „eine Verabredung mit der Gemeinde gibt, die vertraulich ist“.
Allerdings liegen damit die Umzugspläne für den Hof am Weiher zunächst auf Eis. Gleichzeitig versichert die Verbandsgemeinde, dem Hof Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten zu wollen. Die Grundstücksangelegenheiten würden mit den Beteiligten besprochen, sagte Spitzer auf Nachfrage. Es seien schon „konstruktive Gespräche geführt und nächste Schritte ins Auge gefasst“ worden. Ein konkretes Ergebnis konnte Spitzer allerdings nicht bekannt geben.
Für Kunden ändert sich nichts
Für die Kunden des Bio-Hofs bedeutet der Standortwechsel keine Veränderung, stellt Eva Bensel, Assistentin der Geschäftsführung, klar. Die Öko-Marktgemeinschaft Saar-Pfalz-Hunsrück GmbH wachse seit Jahren und komme mit dem Großhandel an Kapazitätsgrenzen, begründete sie die Umzugspläne. Die günstige Autobahn-Anbindung sowie die Nähe zum Standort in Albessen machten die Konker Erlenhöhe für den Hof am Weiher besonders attraktiv.
Laut Spitzer sind von ursprünglich 24 Hektar auf der Erlenhöhe noch drei Hektar verfügbar. Die neue Gewerbefläche bei Schellweiler sei frühestens in zwei Jahren verfügbar. Dort sollen dann 18,6 Hektar zur Verfügung stehen, kündigte der Bürgermeister an.