Kusel Hilfe für die Helfenden

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Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird und die Familienangehörigen die Pflege zu Hause übernehmen wollen, ist dies oft gar nicht alleine zu stemmen. In diesen Fällen bieten die Ökumenischen Sozialstationen und ambulante Pflegedienste diverse Hilfsangebote und sorgen so für Entlastung.

Die erste Anlaufstelle für Angehörige ist die Beratungs- und Koordinierungsstelle. Im Landkreis Kusel ist diese Stelle meist an die Sozialstationen angeschlossen, nur in Lauterecken ist sie bei der Verbandsgemeinde zu finden. Auch die Sozialstationen und Pflegedienste stehen den Angehörigen beratend zur Seite. „In den Beratungsgesprächen merken wir oft, dass die pflegenden Angehörigen meist gar nicht wissen, was ihnen an finanziellen Mitteln überhaupt zusteht und welche Hilfsangebote es gibt“, erklärt Angelika Schmidt vom Pflegestützpunkt Kusel. Oft stellen die pflegenden Angehörigen ihr komplettes Leben in den Dienst der Pflege – auch wenn sie das selbst an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. „Die privaten Pflegedienste und Sozialstationen sorgen für Entlastung der Angehörigen und unterstützen bei der Pflege. Eine Pflege zu Hause, ohne jegliche Hilfe, ist heute eigentlich kaum noch möglich“, weiß auch Kerstin Schmidt vom ambulanten Pflegedienst Mobilitas in Schönenberg-Kübelberg. Wichtige Entlastung für die Angehörigen bieten da zum Beispiel die Kurzzeit- und die Verhinderungspflege. Für diese Angebote steht den Pflegenden ein jährliches Budget von jeweils 1612 Euro zur Verfügung. Während die Kurzzeitpflege stationär durchgeführt wird, kann die Verhinderungspflege auch zu Hause in Anspruch genommen werden. Wird die Kurzzeitpflege bis zum zweiten Halbjahr des laufenden Kalenderjahres aber nicht in Anspruch genommen, können 50 Prozent der Mittel aus der Kurzzeitpflege – nach Antrag bei den Pflegekassen – auf die Verhinderungspflege übertragen werden. Somit steht dann ein Betrag von insgesamt 2418 Euro für die Verhinderungspflege zur Verfügung. Die Verhinderungspflege kann beispielsweise aus Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, oder auch einer Betreuung zu Hause bestehen. Weitere Angebote der Sozialstationen und Pflegedienste sind neben der individuellen Beratung unter anderem die Tagesbetreuung, Schulungen für Angehörige – beispielsweise in Sachen Ernährung oder Sturzprophylaxe – und Pflegekurse, bei denen den Angehörigen vermittelt wird, wie eine Pflege zu Hause durchgeführt werden sollte. Gleichzeitig werden die Pflegenden dabei für die Krankenbeobachtung sensibilisiert. (dbu)

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