Kusel Hefersweiler erwartet 50.000 Besucher zum Bauernmarkt
Hefersweiler: 26. Auflage am Wochenende - Rund 130 Aussteller
Ein bisschen sind sie ja schon „alte Hasen“. Die Leute in Hefersweiler, die am kommenden Wochenende zum zweiten Mal den Europäischen Bauernmarkt des Landkreises Kusel stemmen. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, berichtet Ortsbürgermeister Bernd Degen. Das ist auch gut so. Denn wie im vergangenen Jahr werden erneut rund 50.000 Menschen in dem gut 500-Einwohner-Dorf am nordöstlichen Zipfel des Landkreises erwartet.
Es fahren mehr Busse
Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Gemeinde von ihrer besten Seite gezeigt. Besonders gelobt wurden im Jubiläumsjahr – der Bauernmarkt fand 2016 zum 25. Mal statt – einfallsreiche Dekorationen und sowie die schöne Atmosphäre. Ein bisschen Kritik gab es auch. Daher werde diesmal bei der Infrastruktur nachgebessert, kündigt Degen an. Die Kreisverwaltung habe zugesagt, den Busverkehr aufzustocken. Vier Linien fahren Hefersweiler aus den Richtungen Lauterecken, Otterberg, Rockenhausen und Kreimbach-Kaulbach an. „Es wird auch einen zusätzlichen Parkplatz geben“, sagt Degen. Dieser befindet sich aus Richtung Niederkirchen kommend im Bereich des Hundeplatzes. Weitere Änderung: Um größere Staus im Festzelt zu vermeiden, werde die Bonkasse nach außen verlegt. „Wir wollen uns bestens präsentieren“, ist Degen überzeugt.
Hoffen auf das Wetter
Bei der Organisation sieht Degen „alles im grünen Bereich“. Weiterhin seien zahlreiche motivierte und engagierte Helfer aus dem Dorf im Einsatz. Ohne diese würde das Großprojekt nach seinen Erfahrungen gar nicht über die Bühne gehen, lobt Degen die Ehrenamtlichen. Die einzige Sorge, die den Ortsbürgermeister umtreibt, ist, dass das Wetter nicht mitspielt. Er hoffe, dass sein Spruch aus dem Vorjahr, dass „Petrus aus Hefersweiler ist“, auch für die nunmehr 26. Auflage des Bauernmarktes zutreffe.
Kaktusfeigen aus Sizilien
Insgesamt kündigt der Landkreis rund 130 Aussteller an. Darunter sind landwirtschaftliche Selbstvermarkter aus dem Pfälzer Bergland sowie Partner aus Finnland, Polen, Ungarn, dem Burgund, der Normandie und aus Sizilien. Sie alle warten mit Spezialitäten auf Besucher. Die Sizilianer sind zum zweiten Mal mit von der Partie, nachdem die Stadt Kusel jetzt auch offiziell eine Partnerschaft mit dem Ort Valguarnera Caropepe geschlossen hat. Die Gäste von der Mittelmeerinsel bringen sizilianische Spezialitäten wie Olivenöl, Kaktusfeigen, Marmeladen, Wein und Likör, italienische Vorspeisen, Gewürze, Käse und Pralinen mit.
Marktatmosphäre mit Drehorgel
Vorführungen traditioneller Handwerkskünste, Ausstellungen historischer Landmaschinen und heimischer Tierarten, Informationsstände, Kunsthandwerk sowie ein großes Rahmenprogramm mit Musik komplettieren das Angebot. Apropos Musik: Für Marktatmosphäre sorgt am Wochenende erneut Drehorgelspieler Thomas Martin aus Frohnhofen.
Alpakas aus dem Hunsrück
Unter den weiteren Anbietern finden sich manche Raritäten. So bieten etwa die „Brennholzveredler“ Holzskulpturen und Drechselarbeiten an. Ein weiterer Anbieter präsentiert Dekoartikel aus Naturschiefer. Die rund 50.000 erwarteten Besucher können zudem etwas seltenere Vierbeiner in Augenschein nehmen. Der Alpakahof Hunsrück aus Wüschheim bringt Alpakas und deren Wolle mit. Von einer Straußenfarm aus Hermersberg kann man Fleisch, Wurst, Eier und Staubwedel kaufen. Erstmals dabei ist in diesem Jahr Alexander Gerthner aus Oberalben mit der Vorstellung der Solidarischen Landwirtschaft. Dass niemand Hunger und Durst leiden muss, dafür sorgen unter vielen anderen die Vereine aus Hefersweiler. Info Der Bauernmarkt ist am Samstag, 16. September, 11 bis 18 Uhr, und Sonntag, 17. September, 10 bis 18 Uhr geöffnet.