Kusel Geld für Westpfalz-Initiative

Der Landkreis Kusel stellt dem Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) 25.000 Euro für die Finanzierung von Projekten zur Verfügung. Dieser Beschluss fiel einstimmig in der gestrigen Kreisausschusssitzung. Damit erhält sich der Landkreis das Recht, der Geschäftsführung des Vereins Vorschläge für die weitere Projektliste zu unterbreiten.
Beim ZRW handelt es sich um einen Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen und Kommunen. Er wurde im Frühjahr 2012 in Zweibrücken gegründet, der Landkreis trat im Juli desselben Jahres bei. Ziel des ZRW ist, Impulse für die Strukturentwicklung der Westpfalz zu geben und konkrete Projekte zu fördern; speziell solche, die eine gesellschaftliche Gruppe alleine nicht schultern könne. Im Landkreis Kusel waren das bislang vor allem Qualifizierungen im Tourismusgewerbe. Ebenso unterstützt der ZRW den Aufbau des WLan-Netzes in der Kreisstadt, das Besuchern der Innenstadt einen kostenlosen Internetzugang im öffentlichen Raum ermöglichen soll (Die RHEINPFALZ berichtete). Der ZRW finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse, wobei allein die Industrie- und Handelskammer Pfalz bis 2016 jährlich 300.000 Euro zugesagt hat. Diese Zahlung ist jedoch daran gebunden, dass auch die Mitgliedskommunen Förderbeiträge leisten. Nach dem Landkreisen Südwestpfalz und Donnersberg sowie den Städten Pirmasens, Kaiserslautern und Zweibrücken kommt der Landkreis mit der einstimmigen Entscheidung vom Dienstag dieser Verpflichtung in Höhe von 25.000 Euro nach. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich 750 Euro. Landrat Winfried Hirschberger bezeichnete die Summe als gut angelegt in der „Kooperation von Wirtschaft und Politik, in der die Wirtschaft vorne steht“. Die Wirtschaft gibt zwei Drittel, die Kommunen ein Drittel. Auch der zurzeit vom ZRW geplante Aufbau eines „Welcome Centers Westpfalz“ berge Chancen für Kusel. Der Stellenwert des Interkulturellen Kommunikationszentrums Ikoku könne dadurch in der Region wachsen. (kgi)