Kusel Fruchtsaft-Klassiker gehen am besten bei Vaihinger
Lauterecken. Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte GmbH ist einer der größten Arbeitgeber in Lauterecken. 1997 übernahm das Unternehmen die alteingesessene Firma Schloss Veldenz. Jährlich werden in Lauterecken mehrere Millionen Liter Fruchtsäfte abgefüllt, die ausschließlich über den Getränkefachgroßhandel und die Gastronomie vertrieben werden.
„In Lauterecken begann alles bereits 1958, damals noch als ,Schloss Veldenz – Lauterecker Fruchtsaft’. Seitdem wird am Standort Lauterecken Obst verarbeitet und Fruchtsaft in Flaschen abgefüllt“, blickt Rainer Kressmann, Betriebsleiter am Standort Lauterecken, auf die Historie des Unternehmens zurück. Heute gehört der Betrieb zur Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte GmbH, die ihrerseits ein Tochterunternehmen der Mineralbrunnen AG mit Sitz in Bad Überkingen bei Stuttgart ist. Am Standort Lauterecken arbeiten derzeit 80 Mitarbeiter für das Unternehmen. „Inklusive Außendienst und angegliederter Servicegesellschaften gehören insgesamt sogar 110 Mitarbeiter zur Firma“, informiert Kressmann. In Lauterecken werden vor allem Direktsäfte, Fruchtsäfte und andere fruchthaltige Getränke abgefüllt. „Aber auch Spezialitäten wie der bekannte ,Westricher Viez’ kommen nach wie vor von hier“, fügt Kressmann hinzu. Doch vor der Flaschenabfüllung steht die Verarbeitung des Obstes, das zum Großteil direkt aus der Region stammt. Dies geschieht aber nicht mehr in Lauterecken, sondern am Standort Merzig. „Es gibt sowohl in Merzig, als auch in Lauterecken Sammelstellen, an denen Obst abgegeben werden kann. Von Lauterecken aus wird das gesammelte Obst nach Merzig gefahren, dort verarbeitet, in Tanks gefüllt und zur Abfüllung wieder hierher zurückgebracht“, erklärt der Betriebsleiter. Neben den Sammelstellen bekommt das Unternehmen auch Obst von Bauern, die sogenannten Vertragsanbau betreiben, das heißt, Obst im Auftrag des Unternehmens anpflanzen. Jährlich werden so rund 10.000 Tonnen verschiedener Obstsorten verarbeitet. Das Maximum, das man pro Jahr verarbeiten könne, liege bei 25.000 Tonnen. „In den zurückliegenden Jahren haben wir diese Mengen aber aufgrund schlechter Ernten gar nicht zusammenbekommen. Dieses Jahr sieht es – momentan zumindest – besser aus. Wir müssen natürlich noch abwarten, wie sich der Sommer entwickelt“, sagt der Betriebsleiter. Aus einer Tonne Obst gewinnt das Unternehmen rund 700 bis 750 Liter Fruchtsaft. „Hier in Lauterecken wurden im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Liter abgefüllt – das ergibt eine Menge von etwa 82 Millionen Verpackungseinheiten“, bilanziert Kressmann. Der Hauptabsatzmarkt liege dabei in Deutschland, aber auch nach Frankreich und die Benelux-Staaten exportiere man die Getränke. Das Unternehmen produziert zwar die verschiedensten Produkte, am besten verkauft werden aber nach wie vor Klassiker wie Apfel- und Orangensaft. Besonders bei Gastronomen seien die Produkte sehr beliebt. „Das liegt neben dem Geschmack vor allem daran, dass wir nach wie vor zumeist in Glasflaschen abfüllen und diese Verpackung besonders für die Gastronomie geeignet ist – sie ist hochwertig und schützt den Inhalt sehr gut vor dem Eindringen von Sauerstoff“, sagt Kressmann. Ein weiterer Grund für die Verwendung von Glasflaschen ist der Umweltschutz. „Wir sind sehr mehrweglastig. Das hat natürlich Kosten-, aber auch Umweltschutzgründe“, informiert Kressmann. Neben einem Einheitsgebinde, das vom Fruchtsaftverband verbreitet und von allen Herstellern deutschlandweit genutzt wird, hat Niehoffs Vaihinger deshalb auch ein eigenes Mehrweggebinde. Auch wenn die klassischen Fruchtsäfte den Hauptanteil der verkauften Produkte ausmachen, ist Niehoffs Vaihinger darauf bedacht, neue Produkte zu entwickeln. „Eine Innovation sind zum Beispiel unsere trinkfertigen Cocktails mit und ohne Alkohol. Die Cocktails gibt es seit etwa zwei Jahren, sie werden gut angenommen“, zeigt sich Kressmann erfreut. (dbu)