Kusel Drei Windräder für den Hodenbachwald
Drei Windkraftanlagen will die Firma Juwi im Hodenbachwald errichten: jeweils eine auf den Gemarkungen Ohmbach, Wahnwegen und Frutzweiler (Ortsgemeinde Steinbach). Schon Anfang 2015 soll der Bau beginnen. Morgen Abend befasst sich der Verbandsgemeinderat Schönenberg-Kübelberg mit dem Thema.
Die Anträge auf Errichtung und Betrieb der drei Anlagen hat Juwi bereits bei der Kreisverwaltung eingereicht. Zwar firmiert das Projekt unter dem Namen „Windpark Hodenbachwald“, jedoch handelt es sich um drei eigenständige Anträge. „Juwi pachtet die Grundstücke jeweils von den Ortsgemeinden, es gibt keinen Zusammenschluss“, erläutert Ohmbachs Ortsbürgermeister Jochen Mayer. Auf Ohmbacher Gemarkung soll eines der Windräder entstehen, die anderen in der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler auf den Gemarkungen Frutzweiler (Steinbach) und Wahnwegen – dort auf einem Grundstück, das der Gemeinde Hüffler gehört. Von der Verbindungsstraße zwischen Bockhof und Wahnwegen aus soll das Areal erschlossen werden. Der Verbandsgemeinderat befasst sich morgen Abend mit der Frage, ob sich die Verbandsgemeinde um eine Beteiligung am Betrieb des Windrades in Ohmbach bemühen soll, wie Bürgermeister Karl-Heinz Schoon berichtet. Die Anlage mit einer Gesamthöhe von 199 Metern soll dort auf einem gemeindeeigenen Grundstück entstehen. Die Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, der sich mit dem Thema bereits beschäftigt hat, ist eindeutig: Nach derzeitigem Stand solle die VG nicht versuchen, „sich in eine Trägerschaft einzubringen“, sagt Schoon. Zwar möchte er sich im Vorfeld der Sitzung nicht äußern, doch scheinen vor allem Bedenken an der Wirtschaftlichkeit der Anlage zu bestehen. Grundsätzlich sei er aber offen für das Projekt, sagt der Verbandsbürgermeister: „Es ist richtig, über die VG-Grenzen hinauszudenken; so wird das Konzentrationsgebot eingehalten.“ Über die Eignung des Gebiets in Ohmbach wird schon seit Jahren diskutiert. Zunächst seien die Pfalzwerke als Partner ins Boot geholt worden, berichtet Mayer. Der Vertrag sei später aufgelöst worden, nachdem wegen der Einflugschneise des Langenbacher Flugplatzes der Plan hatte ad acta gelegt werden müssen, gleich zwei Windräder zu errichten. Doch auch die verbleibende eine Windkraftanlage soll Geld in die Ohmbacher Kasse spülen: zunächst 58.000 Euro pro Jahr, ab dem elften Jahr sogar 62.000. Rund 1,2 Millionen Euro erwartet Mayer für die gesamte Laufzeit. Das Areal auf dem Höhenzug nordöstlich von Ohmbach war bei der Fortschreibung des Windkraftgutachtens für die VG Schönenberg-Kübelberg vor knapp einem Jahr als eines von zwei Gebieten übrig geblieben: neben dem im Vorjahr viel diskutierten Standort im Kohlbachtal bei Dittweiler und Altenkirchen. Das Kaiserslauterer Planungsbüro Laub hatte aber schon im vergangenen Dezember darauf hingewiesen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nur dann möglich sei, wenn durch Einbeziehung von Flächen in der benachbarten VG Glan-Münchweiler ein kleiner Windpark entstehen könne. Das soll nun passieren. Mayer rechnet damit, dass schon im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden kann. (tmü)