Kusel Die Feuerwehr braucht eine gute Ausrüstung
Lauterecken-Wolfstein. Dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gewährleistet ist, dafür soll in diesem Jahr wieder investiert werden, kündigte der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, Andreas Müller, im Gespräch mit der RHEINPFALZ an. Er vertritt den erkrankten Bürgermeister Egbert Jung nun seit fast einem Jahr.
Wie wichtig die Feuerwehr ist, hat sich vor gut einer Woche gezeigt, als aus der Lauterecker Innenstadt explosives Material abtransportiert wurde. Fast 50 Brandschützer standen parat, zum Einsatz kamen sie glücklicherweise nicht – aber sie waren da. Die Feuerwehr sei bei dem Einsatz in Lauterecken auf verschiedene Szenarien eingestellt gewesen, lobt Müller die professionelle Vorbereitung der Brandschützer. Das hätten ihr auch andere Behörden, die an dem Einsatz beteiligt waren, bescheinigt, sagt Müller. An der Notwendigkeit, die Feuerwehr so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben gut erfüllen kann, lässt der Beigeordnete keinen Zweifel. „Die Feuerwehr braucht eine gute Ausrüstung“, daher sei geplant, 400.000 Euro zu investieren, und zwar für ein neues Fahrzeug und neue Ausrüstungsgegenstände, kündigt Müller an. Investitionsbedarf gibt es auch bei den Grundschulen in St. Julian und Wolfstein. Das Gebäude in St. Julian soll einen Windfang erhalten. Notwendig wird außerdem eine Reparatur der Isolierung, weil ein Specht das Material zerstört hat, und die Fotovoltaikanlage soll einen Überspannungsschutz erhalten. Alles in allem wird für diese Maßnahmen mit 100.000 Euro gerechnet. Die Grundschule in Wolfstein erhält eine Hofüberdachung, möglicherweise wird auch noch eine Sanierung der Toiletten notwendig. In Jettenbach wird nach dem Hochwassereinbruch im vergangenen Jahr geprüft, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um derartige Vorkommnisse künftig zu verhindern. Für die Schüler der Lauterecker Janusz-Korczak-Schule ist der Bau einer neuen Mensa beabsichtigt. Dazu soll der Jugendtreff abgerissen und an derselben Stelle ein Gebäude entstehen, das im Erdgeschoss die Mensa und im Obergeschoss zwei Klassensäle beherbergt. Müller verweist darauf, dass „noch nichts beschlossen“ ist. „Das muss alles noch in diesem Jahr in den Ausschüssen diskutiert und dann im Verbandsgemeinderat beschlossen werden“, macht Müller deutlich. Mit einem Beginn der Bauarbeiten in diesem Jahr rechnet Müller jedenfalls nicht. Ein Ingenieurbüro sei auch beauftragt, Alternativvorschläge zu machen. Auf Vordermann gebracht wird auf jeden Fall in diesem Jahr die EDV- und Stromverkabelung am Verwaltungsstandort in Wolfstein. 180.000 Euro wird das kosten. „Wir müssen die Infrastruktur erhalten und pflegen“, sagt Müller, weil es unbedingt erforderlich sei, gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen, die er ausdrücklich für ihren Einsatz lobt. Sie hätten ihm eine schnelle Einarbeitung ermöglicht – nicht zuletzt trage dazu auch eine funktionierende EDV-Ausstattung bei, mit der erforderliche Daten in kürzester Zeit abgerufen werden könnten. Die Verbandsgemeindewerke stehen Gewehr bei Fuß, sollte in diesem Jahr der Ausbau der Ortsdurchfahrt St. Julian und der in Hausweiler beginnen. Im Zuge dieser Baumaßnahmen würden die Werke dann Kanal- und Wasserleitungen neu verlegen, kündigte Müller an. Fünf Millionen Euro sind für diese Investitionen in die Infrastruktur geplant. Ein erheblicher Aufwand kommt auf die Verwaltung noch in diesem Jahr zu, um den Flächennutzungsplan für das Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde Lauterecken den neuen Richtlinien zur Ausweisung von Windkraftflächen anzupassen. Dabei geht es um Abstände zu Wohnbebauung, um Naturschutz- und Erholungsgebiete und das sogenannte Repowering, eine Leistungssteigerung von Windrädern. Der Flächennutzungsplan für das Gebiet der vormaligen Verbandsgemeinde Wolfstein wurde noch nach alten Rechtsvorschriften verabschiedet, aber auch er muss laut Müller noch an die neuen Richtlinien angepasst werden. Wegen der großen Resonanz auf das Ferienprogramm wird es auch in diesem Jahr wieder eine Neuauflage geben. Unterstützen werde man die Gemeinde Hefersweiler bei der Ausrichtung des Europäischen Bauernmarktes, ebenso wird sich die VG wieder am Laufcup beteiligen. Zum Laufcup gehören der Grumbacher Treppenlauf, der Hinzweilerer Königsberglauf und der Heidenburglauf in Kreimbach-Kaulbach. Auf kultureller Ebene werden die Königsland- und Veldenzkonzerte fortgesetzt, jeweils drei in Lauterecken und Wolfstein. |dgg