Kusel CS Schmal: Anträge für Insolvenzgeld ausgearbeitet

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«Waldmohr». Die erste Schicht ging bis spät in die Nacht. Paul Wieschemann und sein Stab fertigten noch am Dienstagabend, nach der Bestellung Wieschemanns als vorläufiger Insolvenzverwalter für CS Schmal, die Unterlagen aus, mit denen Insolvenzgeld für die Mitarbeiter beantragt wird. Mitte/Ende nächster Woche, so schätzt Wieschemann, sollten die exakt 417 Beschäftigten des Waldmohrer Zerlegtmöbelproduzenten ihr Oktobergehalt bekommen, das morgen fällig wäre.

Gestern Nachmittag traf sich Wieschemann mit dem Betriebsrat, heute gibt es eine Betriebsversammlung. Die wird der Insolvenzverwalter auch nutzen, um die Unterschriften der Mitarbeiter auf den Anträgen auf Insolvenzgeld zu erhalten. Danach können die Unterlagen an die Arbeitsagentur gehen, die bereits eine schnelle Bearbeitung zugesichert hat. Bis Jahresende wären damit die Löhne und Gehälter gesichert – aber auch nur bis dahin. Das bedeutet: Wieschemann hat weniger als zwei Monate Zeit, um den Betrieb wieder auf die Beine zu bekommen und dem Zweibrücker Insolvenzgericht seine Analyse zu Chancen des Fortbestands vorzulegen. Dann würde das vorläufige in ein normales Insolvenzverfahren umgewandelt. Wieschemann wollte sich gestern zu den Prognosen noch nicht äußern. „Das ist zu früh. Wir haben ja heute erst den ersten vollen Arbeitstag.“ Er habe aber beim ersten Besuch und beim Gespräch mit der Geschäftsführung einen guten Eindruck gewonnen – nicht zuletzt angesichts der vollen Auftragsbücher. Morgen wird folglich auch erstmals seit Tagen wieder die Belegschaft vollzählig in Waldmohr antreten. Denn die Produktion hatte zuletzt, auch gestern noch, geruht. Diese wieder hochzufahren, sei vordringliches Ziel, sagte Wieschemann im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Dafür müssten auch die Probleme mit Zulieferern schnellstmöglich gelöst werden.

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