Kusel Conmedico: Die Patienten kommen zurück
Wolfstein. Nach der Übernahme der Arztpraxis von Gerd Schworm in Wolfstein zum 1. Oktober will das medizinische Versorgungszentrum Conmedico nach dem Rückzug des Allgemeinmediziners Christian Bubel auch dessen Kassensitz wieder besetzen. Das kündigte gestern Conmedico-Geschäftsführer Gregor Mainzer auf Anfrage mit der RHEINPFALZ an. Morgen fällt der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung seine Entscheidung.
Wie berichtet, hat zum 1. Oktober der früher in Glan-Münchweiler praktizierende Hausarzt Berthold Stober für Conmedico die Arzttätigkeit in den Schwormschen Räumen begonnen. Die jüngst in den sozialen Medien kolportierten Äußerungen, die Praxis werde unterdurchschnittlich von Patienten besucht, bewertet Mainzer allerdings nicht als dramatisch, sondern als „zufriedenstellend“. Gleichwohl sieht er noch „Luft nach oben“. Das sei auch recht einleuchtend, da Patienten während der Zeit, in der die Praxis geschlossen gewesen sei, natürlich zu anderen Ärzten gewechselt seien. Allerdings zeige sich bereits in den wenigen Wochen seit 1. Oktober eine steigende Rückkehrerquote, hat Mainzer festgestellt. Die Patientenzahl liege aktuell bei 155 bei einer Öffnungszeit von 2,5 Tagen in der Woche – die Praxis sei dienstags und donnerstags ganztägig geöffnet, mittwochs einen halben Tag. Auf einen Tag gerechnet, liege die Patientenzahl derzeit schon bei 30. Befürchtungen, die Praxis könnte wegen zu niedriger Patientenzahlen wieder geschlossen werden, teilt Mainzer daher nicht. Ein solches Projekt sei mittelfristig angelegt und könne nur in einem Zeitrahmen von drei bis fünf Jahren seriös beurteilt werden. Mainzer verweist darauf, dass Conmedico kein ausschließlich auf Profit ausgerichtetes Unternehmen sei, wie beispielsweise ein privates. Man wolle sogar die Praxis von Christian Bubel wieder betreiben. „Der Sitz ist bereits gekauft“, lässt Mainzer wissen. Eine junge Ärztin sei ebenfalls gefunden. Allerdings: Die in Idar-Oberstein lebende Ärztin, die in der Bubel-Praxis arbeiten soll, wolle maximal bis Lauterecken fahren. Aus diesem Grund sei mit der Verbandsgemeinde abgesprochen, dass der Sitz der Bubel-Praxis von Wolfstein nach Lauterecken verlegt werde; und zwar in die Praxis, in der Klaus Brock-Merle für Conmedico arbeitet, erläutert Mainzer die Planung. Es sei ins Auge gefasst, dass die Ärztin ihre Tätigkeit am 1. November beginnt. Morgen tage der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), teilt Mainzer mit. Stimme die KV zu, habe man drei Arztsitze in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein gesichert. (dgg)