Kusel Bereitschaftsdienst

Im Kreis Kusel sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) mit Stand 31. Dezember 2012 49 Hausärzte tätig. Nach der Richtlinie über die Bedarfsplanung, die einen Arzt für 1671 Einwohner vorsieht, sei der Landkreis mit 113 Prozent versorgt. Somit sind Neuniederlassungen gesperrt; nur frei werdende Arztsitze können wiederbesetzt werden. Das Durchschnittsalter der Hausärzte im Kreis beträgt 56,4 Jahre und ist damit nach Pirmasens in der Pfalz am zweithöchsten. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung müssen 32 Hausarztsitze von angehenden Pensionären bis zum Jahre 2020 wieder besetzt werden, um das Niveau der hausärztlichen Versorgung zu halten. Allerdings finden viele frei werdende Sitze keine Nachfolger mehr. Für die kommenden Jahre sei mit zunehmenden Versorgungsengpässen zu rechnen, so die KV. Die Bereitschaftsdienstzentralen wurden auch initiiert, um den Beruf des Landarztes attraktiver zu machen, sagt die Ärztevertretung. Denn niedergelassene Ärzte seien verpflichtet, an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden pro Tag eine ärztliche Versorgung sicherzustellen. Die Arbeitsbelastung soll durch die Bereitschaftsdienstzentralen reduziert werden. Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine zentrale Anlaufstelle für Patienten von Vorteil sei, so die KV. Allerdings ist für eine ganze Reihe von Patienten der Weg nun wesentlich länger. (suca)