Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgerbus in Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein erfolgreich gestartet

Die beiden Bürgerbusse der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein fahren seit genau einem Monat – mit großem Erfolg. Foto: m. ho
Die beiden Bürgerbusse der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein fahren seit genau einem Monat – mit großem Erfolg.

Vor einem Monat sind die neuen Bürgerbusse der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein zum ersten Mal durch die Ortschaften getourt. Der anfängliche Andrang war groß und auch nach vier Wochen hat sich daran nichts geändert.

Niemand habe mit so großem Interesse an dem neuen Service gerechnet, doch die beiden Busse stehen kaum noch still, berichtet Rolf Dieter Suffel. Er ist Bürgerbuskoordinator und Kopf der Gruppe von mehr als 50 Ehrenamtlichen, die die Fahrten organisieren. „Genau das hat der Verbandsgemeinde gefehlt“, sagt er überzeugt.

Spitzentag mit 38 Fahrgästen

Am Tag mit dem bisher größten Andrang wurden 38 Personen befördert, 33 davon aus dem Bereich der ehemaligen Verbandsgemeinde Wolfstein. In der gesamten Statistik fällt auf, dass die Bürger aus diesem Gebiet vermehrt auf das Angebot zurückgreifen. Suffel ist der Meinung, dass das mit den Einkaufsmöglichkeiten zusammenhängt. Supermärkte und andere Geschäfte seien Hauptfahrziel der Bürgerbusse. In Lauterecken habe man was da eine große Auswahl. Im Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde Wolfstein gebe es fast keine oder nur sehr weit entfernte Einkaufsmöglichkeiten.

Suffel erzählt, dass man an manchen Tagen sogar Fahrten habe ablehnen müssen, weil zu viele Menschen gefahren werden wollten. Die betroffenen Personen hätten bisher jedoch immer Verständnis gezeigt.

Oft sind noch Plätze frei

In den meisten Fällen fahren nur einzelne Bürger in den Bussen mit. Manchmal biete sich die Möglichkeit, Fahrten zu kombinieren und mehrere Fahrgäste mitzunehmen, oft bleiben aber viele der Plätze in den Bussen frei.

Viele ältere Menschen nutzen den Service jetzt schon regelmäßig. Einige Fahrgäste sind im ersten Monat bereits vier Mal in den Bürgerbussen mitgefahren, was für Suffel keine Überraschung darstellt. Es handele sich vor allem um Bewohner der vielen kleinen Ortschaften, wo das öffentliche Verkehrsnetz nicht gut ausgebaut ist.

Ein dritter Bus sei trotz der hohen Nachfrage derzeit nicht im Gespräch. Den Service auszuweiten würde auch bedeuten, dass mehr Helfer gebraucht werden. Die meisten Fahrten könne man so jedoch abdecken und die Fahrgäste seien sich bewusst, dass der ehrenamtliche Einsatz seine Grenzen hat.

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