Kusel Aus der Westpfalz nach Dubai
Besuch aus Dubai in der Westpfalz: Zwei leitende Manager des Brandschutz- und Sicherheitsunternehmens Naffco aus dem Golfstaat haben gestern in Waldmohr eine Maschine begutachtet, die sie von der Firma CMS 3 aus Kaiserslautern erworben haben.
Für Hermann Buser, Geschäftsführer von CMS 3, ist der Besuch eine Premiere. Schon häufiger konnte der Maschinenbauer Plasma-Schneideanlagen in den Nahen Osten liefern, doch zum ersten Mal inspizierte ein Kunde in der Werkshalle im Industriegebiet Waldmohr die Anlage, mit der Teile für den Bau von Luftkanälen gefertigt werden. Generalmanager Emad Kassab und Ingenieur Ashwani Aneja lassen sich am Bildschirm anhand von Grafiken die Bedienung, Funktionsweise und Steuerung der Maschine von Hermann Buser erläutern. Und selbstverständlich halten sie den Schneidevorgang minutiös mit ihrem Smartphone fest. Mit dem Maßband misst der Ingenieur anschließend zerlegte Blechteile nach. Der Preis für die Schneideanlage sei zwar nicht gerade günstig, sagt der Generalmanager. Doch die Software passe genau für die Zwecke von Naffco. Wie Kassab sagt, ist das vor allem im Nahen Osten tätige Unternehmen mit rund 10.000 Mitarbeitern auf Brandschutz- und Sicherheitssysteme spezialisiert. Die Angebotspalette reicht vom Feuerlöscher über Lösch- und Rettungsfahrzeuge, Alarmanlagen und mobile Hospitäler bis hin zur Herstellung von Brandschutzklappen in Lüftungsanlagen für Bürogebäude, Einkaufszentren und Fabriken. Die Firma CMS 3 gründete Hermann Buser, der aus Schmittweiler stammt, im Jahr 1999. Mit dem Absatz von zehn bis zwölf Spezialmaschinen jährlich werde ein Umsatz von rund einer Million Euro erzielt, sagt der gelernte Elektroingenieur. Die Rahmengerüste für die „plasma wesp“, die seit einigen Jahren in Waldmohr produziert wird, bezieht CMS 3 von Maschinenbauern aus der Region. Diese Vorrichtungen werden dann mit den notwendigen Steuerungselementen und der Fertigungs-Software für den Luftkanalbau ausgerüstet. Für die Fertigung und sowie den Maschinenservice ist sein Bruder Hubert zuständig. Peter Buser, ein weiterer Bruder, war bis zum Ruhestand bei einem Automobilzulieferer im saarländischen Neunkirchen tätig und hilft nun mit, wenn es notwendig ist. Die Kunden aus Dubai, auf deren Einkaufstour durch Europa nach Waldmohr nun Großbritannien das nächste Ziel ist, empfinden die derzeitigen milden Sommertemperaturen in der Westpfalz übrigens als angenehm. Beim Abflug in Dubai habe das Thermometer 47 Grad angezeigt, erzählten sie gestern morgen. Der Golfstaat kenne nur zwei Jahreszeiten – „hot and hotter“ (heiß und sehr heiß), sagt Emad Kassab. |rac