Kusel Aus dem Landkreis: 50-Jähriger von Draisinen überfahren

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Ein 50-jähriger Mann hat sich am Samstagmittag bei einem Draisinen-Unfall bei Lauterecken schwer verletzt. Eine Vereinsgruppe aus Weiler bei Bingen war mit vier Fahrrad-Draisinen unterwegs. Auf der ersten Draisine wollte eine Person eine Flasche Wasser zur zweiten Draisine reichen. Hierbei kam ein 50-jähriger Mitfahrer ins Straucheln und stürzte ins Gleisbett. Die zweite und dritte Draisine fuhren über den Mann hinweg, weil die Fahrer nicht mehr bremsen konnten – der Sicherheitsabstand war zu gering. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Mann allerdings nicht von den Draisinen-Rädern berührt. Er verletzte sich durch den Sturz am Bein und an der Wirbelsäule und wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Mainz geflogen. Schon häufiger ist es zu ähnlichen Unfällen gekommen, bei denen nachfolgende Draisinen gestürzte Personen überrollten. Meist waren Verstöße gegen die Betriebsvorschriften ursächlich, die etwa das Aufspringen auf weiterfahrende Fahrzeuge untersagen. Auch die Polizei erklärt in ihrer Mitteilung, dass die Kreisverwaltung Kusel als Betreiber der Draisinenstrecke ausdrücklich auf die Verhaltensregeln hinweise. Dazu gehöre insbesondere, dass man nicht aufstehen soll und einen ausreichenden Sicherheitsabstand (mindestens 50 Meter, so die Verhaltensregeln) einhalten muss. Der Bremsweg beträgt zwischen 30 und 50 Metern. Eine Draisine hat Plätze, auf denen wie auf einem Fahrrad gestrampelt werden muss, sowie Sitzbänke. Auf 40 Kilometern Strecke gibt es 28 Haltepunkte, nur dort sind Fahrtunterbrechungen zulässig. Bei Straßenüberquerungen, die beschrankt sind, müssen die Draisinen geschoben werden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist ein mit Zahlenschloss gesichertes Herrenrad an einem Anwesen im Flurweg in Elzweiler gestohlen worden. Die Polizeiinspektion Kusel bittet um sachdienliche Hinweise unter Telefon 06381 9190 oder per Email an pikusel@polizei.rlp.de.

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