Kusel Auch in der Freizeit Wirtschaftsliteratur

Placeholder-Image

Hohenöllen. Angelo Schwarz erhält morgen bei der Meisterfeier der Handwerkskammer der Pfalz eine besondere Auszeichnung: Er hat im Juli 2014 die beste Meisterprüfung als Elektrotechniker abgelegt.

Überrascht sei er von diesem Ergebnis, aber natürlich auch stolz, so der 32-jährige Schwarz. „Die Prüfung in Kaiserslautern war schwierig, sie zog sich über elf Prüfungstage.“ Er habe seit Januar 2012 über die Handwerkskammer Vorbereitungskurse besucht und bis zum Juli 2014 kontinuierlich gelernt. „Es war schon sehr anstrengend, vor allem weil man kaum Zeit für anderes hat. Man muss sich über einen längeren Zeitraum immer wieder motivieren“, sagt Schwarz. „Die Meisterprüfung schafft man nur, wenn man sehr viel lernt.“ Neben ihm haben 44 weitere Elektrotechniker die Meisterprüfung bestanden, ebenso viele nicht. Seit Februar 2012 arbeitet der Hohenöllener in Wörrstadt bei der Firma Juwi als Bauleiter im Bereich Erneuerbare Energien. „Das ist mittlerweile ein Traumberuf für mich, obwohl es sich eher zufällig in diese Richtung entwickelt hat“, sagt er. Nach seiner Mittleren Reife an der Hauptschule in Lauterecken 1999 machte er eine Ausbildung zum Energieanlageelektroniker und arbeitete danach sechseinhalb Jahre in seinem Ausbildungsbetrieb. 2009 spezialisierte er sich auf Erneuerbare Energien und arbeitete bei verschiedenen Firmen als Projektmanager und Bauleiter, bevor er dann 2012 nach Wörrstadt wechselte. Heute ist Schwarz für seine Firma deutschlandweit unterwegs und hat einen vollen Terminkalender. „Aber auch hier in der Region bin ich tätig, etwa im Windpark Rothselberg“, erzählt er. Schwarz arbeitet hauptsächlich im Windenergie-Bereich und Planungsbau: „Ich sorge beispielsweise für den Anschluss ans öffentliche Stromnetz.“ Zur Zeit ist er Bauleiter bei einigen Projekten im Aachener Raum. „Natürlich sind erneuerbare Energien auch privat für mich ein sehr wichtiges Thema, ein weiterer Grund, warum ich mit meinem Beruf sehr glücklich bin“, sagt Schwarz. In Hohenöllen wohnt er noch in seinem Elternhaus, allerdings in einer separaten Wohnung. Privat fährt er gerne Motorrad und betreibt Fitnesssport. Er erzählt, er lese auch viel, am liebsten Wirtschafts - und Finanzliteratur. „Allerdings blieb mir für Hobbys in den vergangenen zwei Jahren kaum Zeit.“ Auch seinen Urlaub opferte er für die Prüfungsvorbereitungen. „Wann ich dieses Jahr Urlaub nehme, weiß ich noch nicht“, sagt er. Denn: „Ich arbeite gern.“ Er sei fünf Tage die Woche im Betrieb, Feierabend mache er nach Belieben. „ Aber ich habe eine ganz normale 40-Stunden-Woche.“ Zur Meisterfeier morgen, bei der auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer anwesend sein wird, wird er alleine gehen. Seine Zukunft stellt er sich in jedem Fall in seinem jetzigen Beruf vor. „Aber ich möchte noch weiterkommen in meinem Job, vielleicht auch den Betriebswirt machen.“ Bei seinem Arbeitgeber möchte er zunächst bleiben. Er habe auch schon Angebote bekommen, Projekte im Ausland zu betreuen: „Meine Firma ist weltweit tätig, da bietet sich das natürlich an.“ England sei zum Beispiel im Gespräch gewesen. Ob er seiner Pfälzer Heimat den Rücken kehrt, kann er noch nicht sagen. „Es ist durchaus eine Option. Aber ob es tatsächlich so weit kommt, wird sich erst noch zeigen“, sagt Schwarz.

x