Kusel Auch in der A-Klasse oben mitspielen
«LAUTERECKEN.» Mit 118:44 Toren und 73 Punkten wurde der SV Lauterecken Meister in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. Eine durchaus beeindruckende Bilanz, mit der die Veldenzstädter die Rückkehr in die A-Klasse geschafft haben. Auch dort soll es in der neuen Saison zumindest ins obere Drittel gehen.
Vor einem guten Jahr stand der Fußballsport in Lauterecken vor dem Aus. Nachdem in der Saison 2015/2016 lange sogar der Sturz in die C-Klasse drohte, wurde vor der jüngst beendeten Spielzeit alles besser. Vereinsboss Andreas Jung sorgte dafür, dass mit Valon Lukaj ein engagierter Trainer und in dessen Gefolge mit Hakan Akten, Ilir Spahiu, Edis Resic und später auch noch Imer Ali, Ender Ayik und Doruk Tras mehrere Klassekicker den Weg nach Lauterecken fanden. „Das war ein gewisser Umbruch. Trotz der sportlichen Qualität konnte man nicht erwarten, dass die Mannschaft so schnell zusammenwächst. Dass das geklappt hat, macht mich unheimlich stolz“, erklärt Valon Lukaj. Mit Reichenbach II und dem späteren Vizemeister aus Ulmet waren es zwei Mannschaften, die dem SVL über weite Teile der Saison erbitterten Widerstand leisteten. Als die Heimpartie gegen Reichenbach im Frühjahr dann mit 1:3 verloren ging, schien der direkte Aufstieg in weite Ferne gerückt. „Wir hatten kurz darauf das Spiel gegen Ulmet. Da habe ich der Truppe gesagt, dass das unsere letzte Chance ist. Das Spiel wurde gewonnen, danach war mir klar, dass wir nichts mehr liegen lassen“, berichtet Lukaj rückblickend. Allerdings war man zu diesem Zeitpunkt noch auf Ausrutscher der Reichenbacher angewiesen – die dann auch kommen sollten, so dass die Lukaj-Truppe den Titel am vorletzten Spieltag mit einem 5:0-Heimsieg gegen die „Föbos“ einfahren konnte. Der Coach sieht dies als Erfolg des Kollektivs an, will die Lorbeeren nicht nur an die zweifelsohne hoch qualifizierten Neuen verteilen: „Die Familie Heil, unser Keeper Jahn Threin oder Edis Resic als Torschützenkönig, um nur Einige zu nennen, aber einfach allen und vor allem aber Andreas Jung gebührt ein großer Dank. Er hat nicht nur gewisse Möglichkeiten geschaffen, sondern ist quasi Tag und Nacht für den Verein da.“ Und überhaupt sei man „mit viel Wärme empfangen worden“, wofür man sich „bei ganz Lauterecken bedanken“ müsse. Valon Lukaj verhehlt indes auch nicht, dass seiner Mannschaft teilweise auch ein strenger Gegenwind entgegen blies: „Wir mussten auch viel an Provokationen und dergleichen einstecken, haben selbst auch einige, die keine Unschuldslämmer sind. Wir wollen aber den Fokus auf das Sportliche legen und nicht für Ärger oder Stress sorgen.“ In der kommenden A-Klasse Saison soll zumindest wieder oben angegriffen werden. „Wir wollen schon unter die ersten fünf“, sagt Lukaj forsch. Ob das aber gelinge, sei von verschiedenen Faktoren abhängig. „Wenn es klappt, ist das super. Wenn nicht, kein Problem.“ Bei diesem Unterfangen kann der SV Lauterecken auf den gleichen Kader wie zuletzt bauen – lediglich Doruk Tras verlässt den Verein wieder. Mit Habim Sokoli, Mark Enkler, Dashurim Memishi und Andrew Sandler kommen vier Akteure dazu. „Unsere erste Aufgabe ist aber, eine gute Vorbereitung zu absolvieren“, legt Valon Lukaj den Fokus abschließend direkt wieder auf die Arbeit auf dem Platz. Der Kader Hakan Akten (30 Spiele/14 Tore), Immer Ali (11/0), Ender Ayik (10/4), Tobias Eckel (3/0), Alexander Fahnenstiel (13/1), Mike Gollnick (17/0), Andreas Graf (17/1), Andreas Grub (27/8), Markus Heil (19/26), Michael Heil (25/3), Maximilian Hübsch (28/0), Nico Klemm (13/1), Valon Lukaj (30/6), Michael Magalios (26/4), Jannik Otterstetter (6/1), Lukas Quint (7/2), Edis Resic (29/34), Dominik Rhein (20/3), Thomas Schreiner (2/0), Ilir Spahiu (23/4), Jahn Threin (28/0), Doruk Tras (12/6), Peter Woll (3/0).