Kusel Amy vom Wagnerbruch ist die Beste

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Wer am vergangenen Samstag und Sonntag oberhalb von Contwig im Bereich des Zweibrücker Rinckenhofs, am Truppacher oder Heilbacher Hof unterwegs war, konnte Zeuge einer nicht alltäglichen Unternehmung werden: Der Internationalen Fährtenhundprüfung des Schäferhundvereins RSV 2000.

Voller Elan, die Nase dicht überm Boden, folgten die Hunde ihren Fährten durchs Gelände. Fünfzehn Teams, sprich Hundeführer und ihre Fährtenhunde, waren bei idealen Temperaturen und guten Wetterbedingungen zur Prüfung angetreten. Vier Teams aus dem Ortsverein Contwig, zehn Teams aus ganz Deutschland und ein Team aus Norwegen wetteiferten um den perfekten Fährtenlauf. Der Ortsverein hatte auf insgesamt 200 Hektar Fährtenfläche für jedes Team jeweils eine etwa 1800 Schritte lange Fährte mit verschiedenen Winkeln, Kehren, Bögen und Schikanen gelegt. Die Hunde mussten unter den Augen zweier Leistungsrichter der Fährte mit drei Stunden Abstand um alle Biegungen folgen. Eine kreuzende Fremdfährte musste erkannt und aussortiert werden. Entlang des Verlaufs versteckte Gegenstände warteten auf ihre Entdeckung. Jedes Team hatte jeweils am Samstag und am Sonntag einen Lauf. Es ging um Teamarbeit, Konzentration, Motivation, Disziplin, Triebbalance und Sorgfalt auf den einzelnen Abschnitten. Jede Abweichung bedeutete Punktabzug. Am Ende führte Bettina Schuff mit ihrer Hündin Amy vom Wagnerbruch das Feld mit 193 von 200 Punkten, gefolgt von Uwe Wildmann mit der Hündin Dana vom Rio Negro mit 192 Punkten. Die Fährtenhundprüfung, die der Ortsverein Contwig zum vierten Mal durchführte, ist eine Qualifikationsprüfung für die deutsche Meisterschaft. Sie findet jährlich an verschiedenen Austragungsorten statt. Der Schäferhundverein betreibt in seinen Ortsvereinen die Fährtenhundausbildung rein sportlich, die angetretenen Hunde sind allesamt im Privatbesitz und keine Diensthunde von Polizei, Zoll oder Militär. Laut Vereinsvorsitzendem Eugen Ecker hat der Verein das Ziel, Schäferhunde „als Kulturgut und Gebrauchshunderasse zu erhalten“. Dazu zählt auch die mögliche Verwendung als Fährtenhund.

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