Kusel 12 500 Rinder in Ställen und auf Weiden

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Milchkühe, Mastrinder, Mutterkühe und Kälber – im Kreis Kusel wurden Anfang November 12.491 Rinder gehalten, 353 weniger als noch vier Jahre zuvor. Deutschlandweit ist die Rinderhaltung die wichtigste Einkommensquelle für die Landwirtschaft. Insgesamt stehen 12,7 Millionen Rinder in den Ställen und auf den Weiden.

Die größte Rolle spielt die Milcherzeugung. Am Stichtag, 3. November 2014, gab es im Kreis Kusel 2.994 Milchkühe – 82 weniger als im Jahr 2010. Deutschlandweit stehen 4,3 Millionen Milchkühe in den Ställen, übrigens rund 114.000 oder 2,7 Prozent mehr als vier Jahre zuvor. Wie wichtig die Milch für den Wirtschaftszweig ist, verdeutlicht ein Blick auf die Erlöse: Im Jahr 2012 beliefen sich die Verkaufserlöse für Milch bundesweit auf knapp zehn Milliarden Euro, für Rinder und Kälber auf vier Milliarden Euro. In der Schweinehaltung wurden etwa 7,6 Milliarden Euro erlöst und mit der Erzeugung von Eiern und Geflügel rund 2,5 Milliarden Euro – laut dem Statistischen Bundesamt und dem Landwirtschaftsministerium. Seitdem im Jahr 1984 in der EU, aufgrund der Milchüberschüsse, die sogenannte Milchquote eingeführt wurde, dürfen Milchviehhalter nur noch eine vorgegebene Menge abliefern. Damals verringerte sich die Zahl der Milchviehbetriebe und der Tiere. Im April 2015 fällt nun die Milchquote (wir berichteten). Im Kreis Kusel standen Anfang November 2994 Milchkühe in den Ställen. Sie machen damit momentan rund 24 Prozent des gesamten Rinderbestands aus. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt dieser Anteil bei durchschnittlich knapp 34 Prozent. Allgemein veränderte sich der Rinderbestand im Kreis Kusel in den vergangenen Jahren: Im Jahr 2010 gab es hier noch 12844 Rinder (3076 Milchkühe). Ein Jahr später registrierten die Statistiker 12.449 Rinder (3049 Milchkühe), zum Stichtag 2012 waren es 12.325 Rinder (3092 Milchkühe), zum Stichtag 2013 dann 12.270 Rinder (Milchkühe: 3061) und im vergangenen November nun 12.491 Rinder (Milchkühe: 2994). Die Molkerei-Branche setzt vermehrt auf den Export, denn die Milch aus deutschen Kuhställen ist weltweit gefragt. Im asiatischen Raum, in Südamerika und in Teilen Afrikas wächst die Nachfrage nach Milchprodukten. (zds)

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