Kreis Kaiserslautern Zur Sache: BHKW in Zahlen

Etwa 20.000 Haushalte könnte das BHKW mit Strom versorgen, rund 5000 mit Wärme, verdeutlicht Ralf Gabriel, Projektingenieur im Vertrieb bei den Pfalzwerken, die Leistungsfähigkeit der neuen, 18 Millionen Euro teuren Anlage. Rund 3000 Kubikmeter Gas strömen pro Stunde ins BHKW. Das entspricht einer Feuerungswärmeleistung von 30 Megawattstunden (MWh). Die wird benötigt, um die Motoren anzutreiben. Die Anlage arbeitet mit einem Wirkungsgrad von 88 Prozent. Das bedeutet, dass rund 26 MWh tatsächlich umgesetzt, also in nutzbaren Strom und Wärme umgewandelt werden. Nur zwölf Prozent der gelieferten Energie gehen verloren. Beim herkömmlichen Strommix – erzeugt in Gas- , Kohle- und Atomkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von etwa 45 Prozent – sind die Verluste deutlich höher, erläutert Gabriel. Im Gegensatz zum Blockheizkraftwerk gehe hier nämlich die Abwärme ungenutzt verloren. Rechne man noch dazu, dass beim konventionellen Heizen in jedem Haushalt noch ein Heizgerät betrieben werden muss, benötige die gängige Methode einen 20 bis 25 Prozent höheren Brennstoffeinsatz als beim BHKW. Die vorgegebenen Abgaswerte halte die neue Anlage in Ramstein-Miesenbach jetzt schon nach dem neuesten Standard – TA-Luft –, der erst in zwei Jahren in Kraft trete, ein. Durch die effiziente Nutzung der Feuerungswärmeleistung können im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken laut Gabriel unter anderem 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden .