Kreis Kaiserslautern Zur Sache: Arbeitsagentur bietet Deutsch für Flüchtlinge

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Mit dem Inkrafttreten des sogenannten Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes am 24. Oktober 2015 wurden für „Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive“ Einstiegskurse von der Bundesagentur für Arbeit (BA) angeboten. Ziel ist, jenen Asylbewerbern, die sehr wahrscheinlich im Land bleiben, einen besseren Start auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Deshalb sind die Kurse auf Asylbewerber aus den Staaten Syrien, Eritrea, Iran und Irak beschränkt. Die Arbeitsagentur hatte ursprünglich acht Nationen vorgeschlagen, ergänzt Kreisbeigeordneter und vormaliger BA-Mitarbeiter Peter Schmidt, doch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte die Zahl auf vier gekürzt. Beginn der einmaligen Kurse war zwischen dem 24. Oktober und 31. Dezember 2015. Sie umfassen maximal 320 Unterrichtsstunden und können sich je nach Stundenverteilung über acht Wochen bis einige Monate erstrecken. Die Träger, die die Kurse durchführen – wie Volkshochschule oder CJD, – rechnen ihre Kosten mit der BA ab. Finanziert werden die Kurse nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III (Paragraf 421, deswegen auch „421er“ genannt) über die Sozialversicherung, also aus Beiträgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, erläutert Schmidt. „Anfangs ist man von 100.000 Teilnehmern bundesweit ausgegangen, für diese waren Kosten von gut 250 Millionen angesetzt.“ Nun sind jedoch 220.000 Personen in den Kursen. Eins zu eins hochrechnen könne man die Kosten jedoch nicht, schränkt er ein, denn durch eine anschließende Arbeitsstelle fließen wieder Gelder zurück. (gzi)

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