Kreis Kaiserslautern Wolf-Gruppe: Betriebsrat nimmt die Arbeit auf

«Bruchmühlbach-Miesau.» Der Ende April gewählte Betriebsrat bei der Wolf-Unternehmensgruppe in Bruchmühlbach-Miesau hat sich am vergangenen Donnerstag konstituiert. Zum Vorsitzenden des siebenköpfigen Gremiums wurde einstimmig Sven Sprengard gewählt. Stefan Schlimmer übernimmt den Stellvertreterposten. Auch seine Wahl erfolgte einstimmig.
„Damit kann die Arbeit der gesetzlich legitimierten Arbeitnehmer-Vertretung auch in diesem mittelständischen Unternehmen jetzt beginnen“, freut sich Benjamin Krimmling von der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Bereits am 25. April hatten die Beschäftigten der Wolf-Gruppe zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Unternehmens einen Betriebsrat gewählt. Von den rund 150 Arbeitnehmern des Spezialisten der Werkzeug- und Beschichtungstechnologie beteiligten sich nach Angaben der IG Metall-Geschäftsstelle Homburg-Saarpfalz mehr als 95 Prozent an der Wahl der siebenköpfigen Interessenvertretung. „Mit dieser Wahl ist es uns gelungen, in einem technologieorientierten Unternehmen mit hohem Facharbeiter-Anteil und relativ sicheren Arbeitsplätzen auch eine gesetzlich legitimierte Interessenvertretung zu schaffen“, betont Betriebsbetreuer Benjamin Krimmling und erläutert: „Dabei spielte vor allem das Bedürfnis der Beschäftigten nach mehr Transparenz über die künftige Entwicklung des Unternehmens eine wichtige Rolle. Außerdem wollen die Arbeitnehmer nachvollziehbare Regelungen über ihre Arbeitszeiten, Prämienzahlungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Die Wolf-Gruppe, die jahrzehntelang als mittelständisches Unternehmen geführt wurde, wurde im Herbst vergangenen Jahres von einem chinesischen Investor gekauft. „Insgesamt sind die Beschäftigten nach wie vor mit ihrem Arbeitgeber zufrieden“, berichtet Krimmling. „Aber sie wollen auch mehr Mitbestimmung bei der Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse.“