Kreis Kaiserslautern Wohnen im ehemaligen Kloster

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Das Haupthaus der Bischof-von-Weis-Stiftung in Landstuhl wechselt den Besitzer. In dem ehemaligen Kloster mit angeschlossener Kapelle entstehen knapp 40 Eigentumswohnungen. In Verbindung mit dem in direkter Nachbarschaft angesiedelten Caritas-Seniorenzentrum können Bewohner Serviceleistungen als Alltagshilfe buchen. Investor ist Imraum Gesellschaft für Raumkonzepte und Marketing aus Kaiserslautern. Voraussichtlich werden im Sommer 2015 die Baumaschinen anrollen.

Ausschlaggebend für das Angehen des Projekts seien die Nähe zu dem Altenheim und die Möglichkeit des „Service-Wohnens“ gewesen, sagt Architektin Sabine de Fries, Geschäftsführerin von Imraum. „Das ist ein gefragtes Konzept“, unterstreicht sie. Bereits Ende Juli sei der Kaufvertrag unterzeichnet worden und auch das Caritas-Altenzentrum habe zugesagt, bei Bedarf Serviceleistungen wie Mahlzeiten, Wäsche, Zimmerreinigung oder auch Botengänge zu übernehmen. Zudem können die Bewohner die Gemeinschaftsangebote des Pflegeheimes nutzen. Gekauft hat die Imraum-Gesellschaft das aus mehreren Erweiterungen bestehende Gebäudeensemble, dessen Grundstein 1852 gelegt wurde. Dazu gehören der gepflasterte Innenhof, die Kapelle, die dahinterliegende Scheune und Werkstatt sowie ein parkähnlicher Garten von rund 5000 Quadratmetern. Im Einvernehmen mit den Denkmalschützern bleibe der ältere Teil erhalten. „Die Substanz des jüngeren ist schlechter. Er ist nicht so gut erhalten wie das Haupthaus“, sagt sie. Abgerissen werden auch Scheune und Werkstatt. In einem ersten Bauabschnitt werden die Kapelle und etwa die Hälfte des sich anschließenden viergeschossigen Gebäudetrakts renoviert. Jede der Wohnungen, die zwischen 60 bis 160 Quadratmeter groß sind, erhält einen Stahlbalkon, der von außen an die Fassade gesetzt wird. Im Dachgeschoss werden zwei Maisonettewohnungen mit Loggien, Dachflächenfenstern und Studios entstehen. Der Grundriss aller Wohnungen ist so konzipiert, dass sie für Rollator oder Rollstuhl geeignet sind, auch die Dusche ist bodengleich. In jedem der zwei Bauabschnitte ist eine Aufzugsanlage eingeplant. Nicht daran angeschlossen ist das Loft, das im Altarraum der Kapelle geplant ist und sich über drei Ebenen zieht. Angeschlossen ist das Gebäude an das bestehende Holzhackschnitzelkraftwerk auf dem Gelände der Bischof-von-Weis-Stiftung. Eine Dämmung der Außenfassade sei aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich und wegen der Dicke der Sandsteinwände nicht erforderlich, berichtet de Fries. Aus energetischen Gründen wird das Dachgeschoss neu isoliert. Im Gebäude werden alle Elektro- und Wasserinstallationen erneuert. Heizkörper und Fenster werden teils erhalten bleiben. Das Außengelände steht allen Bewohnern zur Verfügung. „Ein Teil der Bäume wird fallen“, kündigt die Architektin an. „Sie versperren die Sicht auf die Burg und die Stadt und nehmen Licht weg“, begründet sie. Wo jetzt noch die Scheune steht, wird eine Carportanlage gebaut. Mit dem ersten Bauabschnitt wird dann begonnen, wenn die Hälfte der insgesamt 38 Wohnungen verkauft ist. De Fries geht davon aus, dass dies im Sommer 2015 der Fall sein wird. Sie rechnet mit einer Bauphase von einem Jahr, an den sich direkt der zweite Bauabschnitt anschließen wird. Demnach wird das Projekt 2017 oder 2018 abgeschlossen sein. „Es ist eine große Nachfrage da“, erzählt sie. Neben der Nachbarschaft zum Altenzentrum sieht sie einen Vorteil in der zentrumsnahen und doch ruhigen Lage. Einige Reservierungsanfragen liegen ihr bereits vor. (lmo)

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