Sembach
Wohnbauprojekt auf dem Pariser-Hof-Gelände schreitet voran
Im Moment sorgen die Handwerker noch für viel Leben auf der Großbaustelle in der alten Sembacher Ortsmitte. Das gilt vor allem für den im östlichen Teil des Areals gelegenen Kubus der neuen Wohnanlage. An den Außenwänden sind die Dämmplatten noch sichtbar und verschwinden Zug um Zug unter der Putzschicht. Das Gebäude nebenan wirkt schon so gut wie fertig. Dessen feine, weiße Fassade ist jetzt ein Blickfang im Dorfzentrum.
Für mehrere Generationen gedacht
„Auch mit dem Innenausbau dieses Gebäudes sind wir fertig“, sagt Holger Schwambach, Geschäftsführer der Immo 150 PmS Verwaltungs-GmbH, die das gesamte Projekt umsetzt. „Der Estrich liegt, die Installationen sind untergebracht und die Innenwände sind glatt und fertig.“ Zusammen mit Maurice Roth, dem Verantwortlichen für die Projekt- und Kundenbetreuung des Unternehmens, führt Schwambach Besucher auf grobem Untergrund zwischen die beiden Gebäude. „Der Kran verschwindet hier noch diese Woche“, sagt er. „Dann beginnen die Arbeiten an der Außenanlage.“ Wo jetzt noch der Kran steht, werde in Kürze der Spielplatz der Anlage errichtet. „Wir rechnen durchaus sowohl mit älteren Bewohnern als auch mit Familien mit Kindern“, erläutert der Geschäftsführer. Damit habe das Unternehmen bei einem Projekt in Hochspeyer beste Erfahrungen gemacht. Denn so sei Leben im Haus und man helfe sich.
Mit einem großen Schritt geht es in das fast fertige Gebäude. Noch liegt der Eingang fast einen halben Meter über dem Grund. „Alle Wohnungen werden am Ende barrierefrei zugänglich sein“, erläutert Schwambach. Der Zugang zum Aufzug ist noch in feine Schutzfolie eingepackt. Auf den Betonstufen im Treppenhaus geht es in die höheren Stockwerke. Unterwegs fällt der Blick aus dem Fenster auf zwei Wärmepumpen-Anlagen am Rande des Außenbereichs. „Von dort aus wird die gesamte Anlage geheizt“, sagt der Geschäftsführer. Das sei aber keine sehr große Aufgabe, denn durch die Dämmung gehe kaum Energie verloren. Eine kleine Gastherme sorge dafür, dass bei großer Kälte die nötigen Reserven bereitstünden.
Veränderbare Raumaufteilung
Auf der obersten Etage erreicht die Besuchergruppe das Penthouse mit zwei kleineren Wohnungen. „Bei der Raumaufteilung haben wir berücksichtigt, dass es einen Trend gibt zurück zur separaten Küche“, erläutert Roth. Allerdings sei die Raumaufteilung durch die nicht-tragenden Wände von den zukünftigen Eigentümern immer noch veränderbar. Als im Wohnraum die großen Fenster geöffnet werden, ist der Blick frei über die weite Landschaft um Sembach. Zwischen dem Turm der evangelischen Kirche auf der Rechten und dem Bürgerhaus zur Linken spannt sich die Perspektive weit in die grüne Umgebung des Ortes.
Von der anderen Seite der Penthouse-Wohnung aus ist das noch nicht ganz fertige Dach des Zwillingsgebäudes zu sehen. „Unsere Flachdächer sind gewölbt ohne jegliche Kanten oder Falten“, erklärt der Geschäftsführer. So könne das Wasser auf der Folie ohne Stau ablaufen. Die Dachfläche werde begrünt mit flachwurzelnden Pflanzen. Weil sich darüber später die Photovoltaikanlage spanne, seien dies im Wesentlichen Moose.
Im Juni sollen die ersten Bewohner kommen
„In dem vom Innenausbau her fast fertigen Gebäude werden die ersten Wohnungen im Juni dieses Jahres vergeben“, erläutert Schwambach. Davon seien vier bereits verkauft, die weiteren vier seien reserviert. Die Fertigstellung des Gebäudes gegenüber lasse sich noch nicht genau datieren. Eigentlich gingen die Überlegungen in Richtung von Werkswohnungen mit Blick auf den Gewerbepark. Im Moment gebe es aber erhebliche Hemmnisse in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung. Von der Politik seien jetzt unbedingt Impulse gefordert, um auch am Bau vorwärts gehen zu können. Wenn die Firmen im Gewerbepark weiter investierten, so die Planung, seien diese an Wohnraum für neue Mitarbeiter interessiert.