Eingekreist RHEINPFALZ Plus Artikel Wochenendkolumne: Raderlebnistage und andere touristische Angebote

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In Sachen Tourismus steht in den Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg, Bruchmühlbach-Miesau und wohl auch Weilerbach eine Neustrukturierung an. Zusammen mit dem Kreis Kusel und dortigen VGs ist ein Tourismus-Service-Center (TSC) geplant. Derartige Einrichtungen sieht die Tourismusstrategie des Landes vor, sie sollen letztlich mehr Effizienz bringen. Nicht nur in der Westpfalz, sondern auch in den Landkreisen Südwestpfalz und Germersheim sowie im Leiningerland wird daran gearbeitet. Das erscheint sinnvoll. Gemeinsam kann man sich leichter touristisch vermarkten. Als einzelne Verbandsgemeinde kommt man da nicht sehr weit, weshalb es ja auch bisher schon Zusammenschlüsse gab.

Beim touristischen Auftritt braucht es anscheinend tatsächlich mehr Schlagkraft: Als es in in Richtung TSC ging, wurde auch analysiert, was im Pfälzer Bergland besser laufen könnte. Einer der Knackpunkte: Es müsste mehr online buchbare Angebote geben. In der heutigen Zeit ist das eigentlich eine Grundvoraussetzung. Wer kaum etwas anklicken kann, der hat oft ganz schnell kein Interesse mehr. Noch schlimmer: Wenn man im Netz überhaupt keine Infos findet.

Eine stärkere Professionalisierung in der Touristik kommt den potenziellen Gästen zugute, aber gleichfalls der Region selbst, wenn sich das wirtschaftlich auszahlt. Von guten Angeboten, Aktionen, Veranstaltungen profitieren auch die Einheimischen bei ihrer Freizeitgestaltung. Wenn es zudem darum geht, Fachkräfte vor Ort zu halten, können solch weiche Faktoren durchaus das Zünglein an der Waage sein.

Schöne Alternative

Ebenfalls ein Besuchermagnet war früher das Autofreie Lautertal. Spielte das Wetter mit, zog es zig Radfahrer, Skater, Spaziergänger und Wanderer auf die dann für den motorisierten Verkehr gesperrte Bundesstraße zwischen Kaiserslautern und Lauterecken. Entlang der Strecke gab es stets ein buntes Programm. Aber: Das war einmal. Die Großveranstaltung fand zum letzten Mal im August vor sechs Jahren statt. Dann kamen der Ausbau der Hirschhorner Ortsdurchfahrt und die Corona-Krise. Im vergangenen Jahr sollte die Veranstaltung zunächst wieder aufleben. Die erneute Absage ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Grund waren wieder Straßenarbeiten. Genauer: der Ausbau der B420 in Offenbach-Hundheim und die damit verbundene Sperrung. Der Verkehr wurde deswegen auf die B270 umgeleitet – das Lautertal zwischen Kreimbach-Kaulbach und Lauterecken zu sperren, war damals nicht möglich.

An den Kosten rund um die Stationen, an denen Rettungsfahrzeuge vor Ort sein müssten, liegt es jetzt, dass es den Raderlebnistag nicht so gibt, wie er Usus war. „Nicht mehr finanzierbar“, stellt dazu Harald Westrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, fest. Die Kosten dafür wären so hoch, „dass es günstiger wäre, jedem Verein 1000 Euro in die Hand zu drücken“. Ein Unding.

Dennoch ist es ein wenig schade um das Autofreie Lautertal. Hatte es doch schon seinen Reiz, auf der breiten B270 zu radeln, während in den Orten allerlei geboten war. Umso schöner, dass es eine Alternative geben soll: einen Raderlebnistag in neuer Form. Davon hat nun auch das Odenbachtal etwas. Und die Vereine gehen nicht leer aus. Schließlich war das Autofreie Lautertal für viele eine willkommene Einnahmequelle. Die neue Veranstaltung ist ein Versuch, heißt es. Man darf gespannt sein, wie dieser ankommt.

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