Weilerbach Wiedehopf auf Stippvisite im Garten

Am Schnabel und der Zeichnung des Gefieders ist der Wiedehopf leicht zu erkennen.
Am Schnabel und der Zeichnung des Gefieders ist der Wiedehopf leicht zu erkennen.

Was sich kürzlich in Weilerbach im Garten bei Familie Reinheimer gezeigt hat, war schnell identifiziert. Der typische der Schnabel, die schillernden Zebrastreifen im Gefieder, verrieten den Gast sofort. Da hatte doch tatsächlich ein Wiedehopf – der Vogel des Jahres 2022 – Platz genommen.

Zwei Tage ließ sich der Vogel beobachten, stocherte hier nach Würmern, Käfern, Spinnen versuchte dort eine Eidechse zu erwischen. Dann war er wieder auf und davon. Wahrscheinlich ist er seinem Winterquartier in Afrika weiter entgegen gezogen.

Der einst weit verbreitete Vogel ist bei uns zur Seltenheit geworden. Der Wiedehopf besiedelt in Rheinland-Pfalz hauptsächlich – wenn überhaupt noch – obst- und weinbaulich genutzte Gebiete. Die gegenwärtigen Restvorkommen beschränken sich auf Rheinhessen und die Vorderpfalz einschließlich einiger anschließender Gebiete. Höchstens als Zugvogel lässt er sich auch mal in der Westpfalz sehen. Ein Abstecher mitten nach Weilerbach ist da etwas ganz Besonderes.

Fast 30 Zentimeter groß

„Der Vogel hat sich den Garten ausgesucht, weil einfach alles gepasst hat“, ist sich Alfred Klein vom Naturschutzbund Weilerbach sicher, dass sich der Wiedehopf vom Angebot alter Obstbäume, aufgeschichtetem Holz und kurzwiesigen Flächen hat lenken lassen.

Familie Reinheimer war so begeistert von diesem gefiederten Besuch, dass sie eine alte, ausrangierte Kamera wieder in Betrieb nahm, um den seltenen Vogel wenigstens zu dokumentieren. Das ist gelungen. Der fast 30 Zentimeter große Wiedehopf mit dem markanten Federkleid und dem langen, gebogenen Schnabel hat sich fotografieren lassen.

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