Westpfalz
Wetter: Nach ruhigem Beginn wird’s im Februar spannend
Das Jahr 2025 begann turbulent mit großen Temperaturschwankungen. Mal regnete es, mal schneite es. Teilweise bildete sich bis in tiefere Lagen eine dünne Schneedecke, die jedoch nicht lange liegen blieb. Gelegentlich frischte der Südwest- bis Westwind stark bis stürmisch auf. Letztendlich setzte sich im Januar die kältere Luft durch. Stabiler Hochdruckeinfluss prägte die Januar-Mitte. Teilweise schien die Sonne, teilweise hielten sich hartnäckige Wolken oder Nebel. Insgesamt blieb es recht kalt. In den Nächten gab es verbreitet leichten bis mäßigen Frost mit Reif. Im Schlussabschnitt setzte sich wechselhaftes und windiges Wetter mit kurzen freundlichen Phasen und zahlreichen Regenwolken durch. Nach und nach kletterten die Temperaturen.
Wärmer als normal
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Januar in der Westpfalz mit 2,7 Grad Celsius um 1,3 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre und um 2,4 Grad über dem 30-jährigen Referenzzeitraum von 1961 bis 1990. In den vergangenen Jahren fielen viele Monate mehr oder weniger zu warm aus. Nur wenige lagen im normalen Korridor oder unter den Werten aus der vieljährig gemittelten Klimareihe. Mit frostigen -5,7 Grad wurde am 11. Januar die niedrigste Temperatur des Monats gemessen. Der höchste Wert wurde am 6. Januar mit vorfrühlingshaften 14,2 Grad verzeichnet.
Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 103,8 Liter pro Quadratmeter. Das entspricht 125,4 Prozent des langjährigen Monatsmittels der vergangenen 30 Jahre. In Martinshöhe fielen im Januar 105,1 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern 96,4 und in Landstuhl 119. Der Niederschlag konzentrierte sich auf 18 Tage. Der meiste fiel in Lambsborn mit 17,8 Litern pro Quadratmeter am 8. Januar. An sechs Tagen traten Schneefall oder Schneeregen auf. An fünf Tagen lag eine dünne Schneedecke von einem bis drei Zentimeter. An sieben Tagen wurde Nebel beobachtet. An neun Tagen brauste starker Wind über die Region. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) blieben Fehlanzeige. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) beobachtete man hingegen 20. Zu insgesamt 78,7 Prozent war der Himmel im Januar von Wolken überzogen (normal). Die Sonne schien 57 Stunden. Das entspricht 107,4 Prozent des langjährigen Mittels der vergangenen 30 Jahre. Durchschnittlich strahlte sie an jedem Tag etwa eine Stunde und 50 Minuten.
So wird der Februar
Der Februar startet ruhig und niederschlagsarm. Bei schwachen Windverhältnissen nimmt die bodennahe Feuchtigkeit zu, sodass sich zähe Nebel- oder Hochnebelgebiete ausbreiten. Ist die Luft in Bewegung, wird sie eher abgetrocknet, sodass die Sonne sich in Szene setzen kann. Zusammengefasst wird es während der ersten zehn Tage des Monats wohl zu einer Mischung aus Sonne, tiefhängender Bewölkung und Nebel kommen. Bei längerem Sonnenschein fallen die Tagestemperaturen mit vier bis acht Grad recht erträglich aus, während es im Dauergrau eher feucht und kühl bleibt. Der zum Teil auffrischende, trockene Nordost- bis Ostwind kann jedoch dafür sorgen, dass die Luft kälter empfunden wird als sie ist. In den Nächten muss insbesondere bei klarem Sternenhimmel mit leichten, in exponierten Lagen auch mit mäßigen Frösten zwischen minus sechs und minus zwei Grad gerechnet werden. Dann kann sich bis in den Vormittag hinein stellenweise Reif halten.
Was sich über die Monatsmitte und danach abspielt, lässt sich nur erahnen. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass das Hoch schwächelt und atlantische Tiefdruckgebiete an Fahrt gewinnen. Demzufolge sollte der Störungseinfluss zunehmen und das Wetter wechselhafter bis unbeständiger gestalten. Ein weiteres Problem stellt die Temperatur dar. Eine Kaltluftmasse könnte dafür sorgen, dass die von Westen heranziehenden Niederschlagsgebiete abgebremst werden und dann in Form von Schnee oder Schneeregen fallen. Sollte der Südwestwind jedoch auffrischen, setzt sich ziemlich rasch mildere Luft durch. Dennoch besteht in der Übergangsphase vorübergehend die Gefahr von Glatteis durch Regen, der auf kaltem Boden gefrieren kann. Nach und nach sollte es im Laufe der zweiten Monatshälfte milder werden.
Es könnte warm werden
Nach der unbeständigen Periode könnte sich im Schlussabschnitt neuer Hochdruckeinfluss bemerkbar machen und die Wetterlage beruhigen. Es ist nicht auszuschließen, dass bei entsprechender Wetterlage die Temperaturen schon innerhalb von wenigen Tagen ruckartig hochschnellen und nachmittags 15 bis 19 Grad erreichen. Schon zum Monatswechsel könnte sich allerdings ein Polarluftvorstoß mit Wintergewitter und Schneegestöber sowie einem damit verbundenen Temperatursturz anbahnen.
Letztendlich werden die Temperaturen im Februar gegenüber dem Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre vermutlich um ein bis drei Grad nach oben abweichen. Die Niederschlagsmenge wird den Monatssollwert wahrscheinlich deutlich unterbieten. Die Sonnenscheindauer dürfte den langjährigen Mittelwert zumindest leicht überschreiten.
Mögliche Tendenz für den Folgemonat: Im März liefern sich Spätwinter und Frühling einen harten Kampf und führen zu einem stetigen Auf und Ab bei den Temperaturen.
Unser Klima im Wandel
Januar 2025 (aktuelles Jahr):
Durchschnittstemperatur: 2,7 Grad
Niederschlag: 103,8 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 57 Stunden
Januar 2024 (letztes Jahr):
Durchschnittstemperatur: 1,7 Grad
Niederschlag: 105.1 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 69 Stunden
Januar 2015 (vor zehn Jahren):
Durchschnittstemperatur: 1,7 Grad
Niederschlag: 115,7 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 33 Stunden
Januar 2000 (vor 25 Jahren):
Durchschnittstemperatur: 1,8 Grad
Niederschlag: 51,7 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 61 Stunden