Kreis Kaiserslautern „Werte werden täglich gelebt“

Mit Verwunderung hat der Elternbeirat der Kita Hauptstuhl auf die in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats getätigten Aussagen reagiert. Von, wie Ratsmitglied Detlef Bäsell sagte, „verloren gegangenen christlichen Werten“ könne keine Rede sein. Ortsbürgermeister Gerald Bosch (SPD) betont zudem, dass weder ihm noch dem Kita-Personal Beschwerden von Eltern wegen der Umsetzung des Kindertagesstättengesetzes vorliegen.
Unter anderem ging Bosch in der Sitzung auf eine schriftliche Anfrage der CDU-Fraktion zur Umsetzung des Kindertagesstättengesetzes – vornehmlich ging es um die Umsetzung einer Vorschule in der Kita – ein. CDU-Fraktionsvorsitzender Otto Rosinus hatte die Anfrage damit begründet, dass ihn besorgte Eltern auf dieses Thema angesprochen hätten. Eine Aussage, die weder Bosch noch der Elternbeirat der Kita nachvollziehen können. Von solchen Sorgen sei ihnen nichts bekannt. „Weder dem Kita Personal noch mir liegen Beschwerden oder Bedenken zur Umsetzung vor“, betont Bosch. Gemeinsam mit einer Lehrerin der Grundschule habe das Kita-Personal außerdem bereits ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Von „verloren gegangenen christlichen Werten“ hatte Detlef Bäsell (CDU) in Zusammenhang mit der Gestaltung des Laternenumzugs – bis zu diesem Jahr noch St. Martins Umzug genannt – gesprochen. Erneut wurde damit argumentiert, dass besorgte Eltern ihm gegenüber Bedenken über die Ausrichtung der Veranstaltung geäußert hätten. Und erneut widersprechen Elternbeirat und Bürgermeister deutlich. Sowohl das Kita-Personal als auch er hätten ausnahmslos positive Rückmeldungen aus der Elternschaft erhalten, betont Gerald Bosch. Auch die vielen Besucher und das nach dem Umzug gut besuchte St. Martinsfest an und in der Kita sprächen für die gelungene Umsetzung der Veranstaltung. Auch unter der neuen Bezeichnung Laternenumzug. Einen Verfall christlicher Werte kann auch der Elternbeirat der Kita keineswegs erkennen. Diese „Werte werden täglich gelebt“, teilt er in einem Schreiben mit. Die soziale Akzeptanz aller Kinder werde in der Hauptstuhler Kindertagesstätte vielmehr gefördert, betont die Vorsitzende des Elternbeirats, Esther Göppner. „Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, was in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist, werden aktiv täglich gelebt“, heißt es in einer Stellungnahme zu den aus Reihen der CDU-Fraktion vorgetragenen Bedenken weiter. Auch sei beim Laternenumzug der Grundgedanke von St. Martin ständig präsent gewesen. |bby