Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Weilerbach: Neuer Zugangspunkt zur Airbase soll im kommenden Jahr für Entlastung sorgen

Großbaustelle: An der neuen Zufahrt zur Airbase wird momentan kräftig gearbeitet.  Foto: VIEW
Großbaustelle: An der neuen Zufahrt zur Airbase wird momentan kräftig gearbeitet.

Bei der Baustelle für das neue US Hospital bei Weilerbach geht es voran. Im kommenden Jahr soll der neue Zugangspunkt zur Airbase in Betrieb genommen werden. Das soll dann auch den Verkehr auf der L 369 verbessern. Die nervenzehrenden Rückstaus dürften damit der Vergangenheit angehören.

Der Kreisel an der Landstraße zwischen Einsiedlerhof und Mackenbach ist schon fertig, die Brücke, die einmal das US Hospital mit der Airbase verbinden soll, ist bereits gut zu erkennen. Im kommenden Jahr soll das neue Tor zur Airbase an den Verkehr angeschlossen werden.

Sieben Spuren ermöglichen viele Kontrollen in kurzer Zeit

Dieser Eingangspunkt soll mit seinen sieben Spuren dafür sorgen, dass innerhalb kurzer Zeit möglichst viele Autofahrer kontrolliert werden können. Das soll die zu den Stoßzeiten üblichen Rückstauungen verhindern. Außerdem sind parallel zur L 368 mehrere Fahrspuren vorgesehen. Dort sollen Autos warten, falls es an den Kontrollstellen doch einmal etwas länger dauert.

Die Wachhäuschen stehen bereits, auch ein neuer Wachturm sowie das Besucherzentrum sind schon zu erkennen. Einzelne Zaunelemente sind ebenfalls schon aufgebaut. Der neue Eingangspunkt ist Teil des Großprojektes US Hospital. Dieses Krankenhaus für amerikanische Soldaten und ihre Angehörige soll nun bis Ende 2024 fertig sein – also zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Das neue Tor soll dann die Airbase mit dem Krankenhaus verbinden. Patienten sollen zukünftig über die Brücke direkt auf das Klinikgelände gebracht werden können, ohne auf öffentliche Straßen zu müssen.

60.000 Fahrzeugbewegungen in 24 Stunden

Bei einer Verkehrszählung wurden 2011 in 24 Stunden knapp 60.000 Fahrzeugbewegungen im Bereich des US-Lagers Weilerbach mit den umliegenden Gewerbegebieten gezählt. Diese Zahl – so die Prognose – wäre ohne Klinikum um 15 Prozent gewachsen bis 2025. Mit Klinikum wird sie laut dem für den Klinikbau zuständigen Amt für Bundesbau (ABB) bis zum Jahr 2025 um 27 Prozent anwachsen.

Diese Zahlen sagen aber nicht zwangsläufig etwas über die Nutzung des neuen Tors aus, sagt ein Sprecher des ABB. Beim bisherigen Kontrollpunkt seien 2011 knapp über 19.000 Bewegungen am Tag registriert worden. Die Planer gehen davon aus, dass durch das Klinikum künftig rund 2900 zusätzliche Fahrzeugbewegungen zu erwarten sind.

Größtes Militärkrankenhaus außerhalb der USA

Wer an dem Baustellenareal vorbeifährt, wird auch an einer anderen Stelle Arbeiten sehen. Direkt vor der Einfahrt zu dem speziell gesicherten Gelände soll eine Dienststelle für die Mitarbeiter des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) entstehen. Ende August sollen die Module an Ort und Stelle gebracht werden, hieß es kürzlich bei einem Baustellenrundgang. Ab 2020 sollen dort dann Mitarbeiter des LBB arbeiten, die momentan noch in Landstuhl untergebracht sind. Für 60 Mitarbeiter bietet das neue Bauleitergebäude Platz. Aller Voraussicht nach wird es abgerissen, wenn der Klinikbau vorbei ist. Sechs Millionen Euro sind alleine dafür veranschlagt.

Insgesamt kostet der Klinikneubau rund eine Milliarde Euro. Das Hospital soll das größte amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten werden. Es ersetzt das Hospital der Amerikaner auf dem Landstuhler Kirchberg. Was mit dem dortigen Areal einmal geschehen soll, ist noch offen. Bislang sieht es jedoch nicht so aus, als ob die Amerikaner das Gelände aufgeben und der Bundesrepublik zur Verfügung stellen würden.

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