Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Weilerbach: Heimatverein präsentiert neuen Cuvée

Dank einer Rekordernte im vergangenen Jahr konnte der Weilerbacher Heimatverein seine Weinproduktion von 150 Liter auf 400 Liter
Dank einer Rekordernte im vergangenen Jahr konnte der Weilerbacher Heimatverein seine Weinproduktion von 150 Liter auf 400 Liter steigern.

Weilerbach entwickelt sich zum Weindorf: Der Heimatverein hat jetzt zum vierten Mal seinen Weilerbacher Cuvée präsentiert. Während in den Vorjahren nur Rotwein gekeltert werden konnte, gab es in diesem Jahr erstmals auch Weißwein.

Wie schon seit 2014 hatte auch im vorigen Jahr der Heimatverein in der Verbandsgemeinde Trauben gesammelt. Der Löwenanteil von den insgesamt 21 Spendern kam dabei aus Weilerbach. Aber auch von den „Weinbauern“ aus Schwedelbach, Eulenbis, Rodenbach und Reichenbach-Steegen wurde die Ernte gestiftet. Der außergewöhnliche Sommer 2018 sorgte für eine Rekordernte. Waren es zuvor stets etwa 150 Liter Wein, so können die Weilerbacher sich in diesem Jahr über rund 400 Liter freuen: 250 Liter Rotwein, 150 Liter Weißwein. Allerdings war dadurch auch erheblich mehr Arbeit auf die Mitglieder des Vereins zugekommen. Schließlich machten sie sich sogar die Mühe, alle Trauben vor dem Pressen manuell von den Stielen zu trennen.

Der Saft wurde in 50-Liter-Druckfässer gefüllt

Der Saft wurde in 50-Liter-Druckfässer gefüllt und mit neun Bar unter Druck gesetzt. „Da wir ja über mehrere Wochen geerntet und die Trauben jeweils gleich gepresst haben, mussten wir dieses Verfahren wählen, denn bei neun Bar stoppt die alkoholische Gärung“, erklärt Hermann Brand, der erste Vorsitzende des Heimatvereins. Die Fässer wurden dann zu einem befreundeten Winzer ins Frankenland gebracht, der die Weiterverarbeitung übernommen hatte. Auf die Frage, weshalb in Franken und nicht in der Pfalz, hat Brand, der aus dem Frankenland stammt, eine einfache und zum Schmunzeln anregende Antwort: „Der hat in de Schul immer bei mer abschreiwe dirfe un is mer noch de än odder anner Gefalle schuldich.“

Alle Traubenspender waren eingeladen

„Nach alter Sitte und Brauch“ wurde der neue Jahrgang am vergangenen Freitag „der hohen Politik und Geistlichkeit“ vorgestellt. Natürlich waren zu diesem Ereignis auch alle Traubenspender eingeladen. Mit von der Partie war zudem Werner Stumpf, der Vorsitzende des Vereins „alt-arm-allein“, der den Reinerlös aus dem Weinverkauf erhalten wird. „Wir wollen mit unserer Aktion diese Organisation zu Gunsten alter Menschen in Stadt und Landkreis Kaiserslautern unterstützen“, betonte Brand bei der Erstverkostung. Auch in diesem Jahr hat sich die Arbeit des Heimatvereins gelohnt, denn „sowohl Qualität als auch die erzielte Quantität können sich sehen lassen“, resümierte der Vorsitzende. „Der neue Wein hat allen gut geschmeckt. Fast jeder war überrascht, dass in dieser Region ein so gutes Produkt entstehen kann“, erklärte Brand nach der Veranstaltung.

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