Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Weihnachtskonzert der USAFE-Band vor 700 Gästen

Unter der Leitung von Rafael Toro-Quinones bot die USAFE-Band beste Unterhaltung beim Weihnachtskonzert im Congress Center Ramst
Unter der Leitung von Rafael Toro-Quinones bot die USAFE-Band beste Unterhaltung beim Weihnachtskonzert im Congress Center Ramstein.

Das Congress Center Ramstein (CCR) war am Sonntagabend ausverkauft. 700 Gäste gingen bei den weihnachtlichen Stücken der USAFE-Band singend und klatschend mit. Unter der Leitung der Dirigenten Rafael Toro-Quinones und Brian O’Donnell wurde ein abwechslungsreiches Konzert geboten. Besonderen Eindruck machten vor allem die Solo-Auftritte mit individuellen Show-Elementen.

Der Mann an der Posaune zieht die Aufmerksamkeit zusehends auf sich. Die ganz langsam fortschreitende Wucht des gesamten Klangkörpers nimmt sich allmählich etwas zurück. Der Posaunist erhebt sich in der hinteren Reihe. Im Ausholen blitzt der messingfarbene Zug des Instruments im Scheinwerferkegel des Lichtarrangements. Und aus dem Orchesterraunen heraus entwickelt sich mit reiner Klarheit die berühmte Tonfolge von „When the Saints go marching in“. Fühlbar springt der Stimmungsfunke zum Publikum im weiten Saal über. Beifall gibt es auf offener Szene, Einzelne stehen sogar auf und der Solist wiegt sich in den Variationen des legendären Gospelsongs.

Markante Stimme

Das Hervortreten Einzelner aus dem großen Ensemble ist ein Charakteristikum des weihnachtlichen Konzertabends. Geradezu persönlich geprägt wird eine ganze Reihe der Titel von der markanten Stimme der Sängerin Aliya Richling. Das in den USA populäre Weihnachtslied „Have Yourself a Merry Little Christmas“ wird zu einem gefühlvollen Vortrag, der in seiner ganz spezifischen Klangfärbung sehr viel von den typischen Emotionen der nordamerikanischen Weihnachtstradition transportiert. Der helle Bläsereinsatz zu Beginn ist für die Sängerin die Einladung zu einer feierlich-getragenen Stimmführung. Unterwegs fehlt es nicht an musikalischen Andeutungen und winterlich-weihnachtlichen Assoziationen. Der weiche und fließende Einsatz des Jazzbesens geht über in eine Orchesterbegleitung, die den Eindruck idyllisch schwebender Schneeflocken macht.

Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) hatte zu Beginn des Weihnachtskonzerts die Gäste im Saal und auch die Vertreter aus den Ländern der Nato-Staaten sowie der französischen Partnerstadt Maxéville begrüßt. In englisch- und französischsprachigen Passagen seiner Ansprache hob er die europäische Partnerschaft mit Frankreich und die besonderen Beziehungen zu den USA hervor. „Mein besonderer Gruß gilt den amerikanischen Armeeangehörigen, die fern ihrer Heimat auch hier eine Heimat gefunden haben.“

„Stille Nacht“ zum Abschluss

Den eher besinnlichen Part hiesiger Weihnachtstraditionen übernahmen die Sänger des Männerchors Ramstein, der Chorgemeinschaft Mackenbach sowie des Männergesangvereins Liederkranz Mackenbach unter der Leitung von Vladimir Gerasimov. Eindrucksvoll und mit vollkommen klarer Artikulation wird die Christrose besungen. „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ kommt mit angemessenem Schwung daher. Beim Publikum macht besonders die Dynamik im Auftritt Eindruck. Die großen Amplituden verleihen dem Stück an diesem Abend eine Art feierliche Dramatik. Dem musikalischen Erlebnis des Abends hätte etwas gefehlt, wenn nicht in symbolischer Gestalt das Gemeinsame der weihnachtlichen Emotionen zum Ausdruck gekommen wäre. Zum Abschluss gab es unter Führung der Männerstimmen „Stille Nacht“, getragen von der ganzen Tiefe des amerikanischen Ensembles.

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