Wochenendkolumne RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserwerk Weilerbach ruft zum Wassersparen auf

presse2 kopie

Wenn die Corona-Pandemie etwas Gutes hat, dann vielleicht die Tatsache, dass alles etwas entschleunigt läuft. Die Menschen sind mehr in ihrem Zuhause, haben Zeit für Dinge, die sonst vielleicht liegenbleiben, so zum Beispiel den eigenen Garten. Für diejenigen, die dieses Jahr nicht in Urlaub fahren können, sei es, weil das Geld wegen Kurzarbeit knapp ist, oder die wegen der Infektionsgefahr nicht wegwollen, bietet das eigene grüne Refugium einen Ort der Entspannung. Damit auch die Kinder ein bisschen Spaß haben und weil lange nicht klar war, ob die Schwimmbäder überhaupt öffnen, steht gefühlt hinter jedem Haus auch ein eigener kleiner Pool. Dass auch das seinen Preis hat, zeigt jetzt der Appell des Wasserwerks Weilerbach zum Wassersparen. Denn obwohl es im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren bisher noch nicht so heiß in diesem Sommer gewesen ist, waren etliche Hochbehälter im Versorgungsbereich des Wasserzweckverbands Weiherwiesen bereits Anfang Juli fast leer. Weil die Anlage technisch einwandfrei läuft, glauben die Wasserwerk-Mitarbeiter, dass die Corona-Pandemie ursächlich für den Mehrverbrauch an Wasser ist.

Omas Tipps beherzigen

„Salat nicht unter fließendem Wasser waschen, es kann genauso gut in einer Schüssel gereinigt werden. Das Wasser kann man dann noch im Garten zum Blumengießen verwenden. Lieber Duschen statt Baden und beim Einseifen und beim Zähneputzen wird das Wasser abgestellt!“: Das sind Tipps, die das Wasserwerk Weilerbach zum Wassersparen gibt. Oma und Opa wussten das und haben das beherzigt. Das lag vielleicht auch daran, dass den Leuten noch stärker bewusst war, dass sauberes Trinkwasser nicht selbstverständlich ist. Das Wasserwerk Weilerbach will diese Tipps mit seinem Appell zum Wassersparen wieder stärker in Erinnerung bringen und weist darauf hin, dass es sich bei Trinkwasser schließlich um ein Lebensmittel handelt.

Abzug der US-Truppen lässt Kommunalpolitiker in den Fokus internationaler Medien rücken

Wenn die USA den Abzug eines Teils ihrer Soldaten ankündigt, steht die Region unweigerlich im Fokus. Schließlich ist die Air Base Ramstein die personell größte Einrichtung der US Air Force außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie dient als europäische Drehscheibe für Fracht- und Truppentransporte sowie als Ziel von Evakuierungsflügen, denn in Landstuhl befindet sich mit dem Regional Medical Center das größte US-amerikanische Lazarett außerhalb der Vereinigten Staaten. Die Amerikaner bringen neben Fluglärm Wirtschaftskraft und Jobs in die Region. Am Donnerstag wurden schließlich die Pläne des US-Verteidigungsministeriums bekannt: Vom Truppenabbau sind vor allem Stuttgart betroffen und Spangdahlem in der Eifel. Ramstein, Kaiserslautern, Landstuhl, Weilerbach, Bruchmühlbach-Miesau und Baumholder sind nicht betroffen. – Politik, die sich auf der großen Weltbühne abspielt und dabei auch so etliche Kommunalpolitiker jetzt „groß raus kommen“ lässt. Ob diesen das Recht ist, oder nicht.

„Amerikaner in freier Wildbahn“

So hat Ramstein-Miesenbachs Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung berichtet, dass er in den vergangenen Wochen von überregionalen und internationalen Fernsehanstalten, Radiosendern und Zeitungen zu dem Thema „regelrecht belagert“ worden sei. Anscheinend sei es wichtiger, was der „Dorfbürgermeister“ zu dem Thema zu sagen habe, als der Innenminister. „Ich bin ziemlich genervt“, bekannte er. Anfragen, regelmäßig aus Japan bis Russland – aktuell von der Neuen Zürcher Zeitung – dazu von allen großen Medien in Deutschland gibt es, berichtet Marcus Klein, Beigeordneter der VG Ramstein-Miesenbach (CDU). Was dabei herauskommen kann: Ein lustiges Erlebnis, als es bei einem Fernsehinterview mit dem SWR mitten im Satz wie aus Eimern zu schütten anfing. Passend zum Motto: „Wenn die Amerikaner abziehen, sind wir ziemlich nass in der Region.“ Befremdlich fand Marcus Klein dagegen die Frage einer Fernsehproduktionsfirma aus Berlin, die eine Doku drehen möchte und fragt, ob man in Ramstein auch Amerikaner treffen könnte, sozusagen „in freier Wildbahn“.

x