Kreis Kaiserslautern „Wasser wird auf PFT beprobt“

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Bei Stichproben aus dem Abwasserstrom, der vom Ramsteiner Flugplatz in die Kläranlage Landstuhl einfließt, sind bislang keine krebserregenden perfluorierten Tenside (PFT) gefunden worden, wohl aber im Klärschlamm. „Doch die Werte im Schlamm liegen deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert“, teilte Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) in der Sitzung des Verbandsgemeinderats am Donnerstagabend mit.

Wie am Dienstag berichtet, war auf der Air Base in zwei Brunnen eine „lokal begrenzte Belastung“ mit PFT im Grundwasser festgestellt worden. Auf dem Flugplatz wurden unter anderem bei Übungen Löschschäume mit PFT eingesetzt. Da das Gelände an die Landstuhler Kläranlage angeschlossen ist, wollte die CDU-Fraktion in der Ratssitzung am Donnerstagabend wissen, ob dies Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage habe. „Wir nehmen diese Erkenntnis zum Anlass, genau nachzuschauen“, antwortete Degenhardt. Der Klärschlamm werde auf Vorgabe der Düngemittelverordnung ohnehin regelmäßig beprobt. Da die PFT-Grenzwerte deutlich unterschritten würden, sei der Schlamm für die Landwirtschaft freigegeben. Wo die PFT-Belastung im Schlamm herkommt, ist laut Degenhardt unklar.: „Da es drei Zuflüsse gibt, muss es nicht unbedingt von der Air Base stammen.“ Auch die Trinkwasserbrunnen in der Verbandsgemeinde Landstuhl sollen nun vorsorglich speziell auf PFT beprobt werden, kündigt der Bürgermeister an, obwohl die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd keinen Anlass zur Beunruhigung sehe. Nach Aussage der Behörde ist außerhalb der Air Base in Sachen PFT „alles im Lot“, weil dass Gelände in einer „Schüssel“ liegt und geologisch gesehen kein Wasser nach draußen fließen könne (wir berichteten). „Das Trinkwasser wird normalerweise nicht auf PFT getestet. Aber jetzt machen wir das mal zur Sicherheit“, sagte Degenhardt. „Wir sind wachsam, auch wenn bislang keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.“ Aufgrund des „enormen personellen Aufwands“, den die Betreuung von Flüchtlingen aus den Krisengebieten aus aller Welt mit sich bringe, will Peter Degenhardt ab kommendem Jahr zusätzlich eine Halbtagskraft befristet einstellen. Zurzeit kümmern sich zwei Verwaltungsmitarbeiter um die momentan 65 Asylbewerber in der Verbandsgemeinde. „Nächste Woche bekommen wir weitere acht hinzu“, sagte Degenhardt. Er beklagte, dass die Verwaltung nicht nur personell, sondern auch beim Wohnraum an ihre Grenzen stoße. Letzteres sei „ein großes, drängendes Problem“. Ebenso die Verständigungsschwierigkeiten, mit denen die Mitarbeiter zu kämpfen hätten: „Zudem haben die Flüchtlinge oft nur das, was sie auf dem Leib tragen.“ Kleidung, Möbel, Geschirr müsse die Verwaltung besorgen. „Diesen ganzen personelle Mehraufwand bekommen wir finanziell nicht ersetzt“, kritisierte der Bürgermeister. Die Mehrkosten müssten vom Bund getragen werden, forderte SPD-Fraktionschef Heribert Sachs. Er ist überzeugt, „dass sich diese Problematik in Zukunft noch weiter verschärfen wird“. Einmütig stimmte der Rat einem Vertrag mit der Stadt Landstuhl zu: Wie berichtet, mietet die Verbandsgemeinde das Tourismusbüro an, da sie ab dem kommenden Jahr für die Ortsgemeinden die Fremdenverkehrsarbeit übernehmen wird. (oef)

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