Kreis Kaiserslautern
Was in Queidersbach und Schneckenhausen in diesem Jahr ansteht
Der zweite Arzt in Queidersbach habe auch schon signalisiert, dass er spätestens in vier Jahren in Rente gehen wird. „Es ist ein riesengroßes Problem, einen Arzt zu finden, der hier eine Praxis eröffnet will“, hat Christdemokrat Simbgen mittlerweile feststellen müssen. Es gab Gespräche mit Ärzten, der Kassenärztlichen Vereinigung und Politikern: „Der Erfolg war eher mäßig.“
Zwei Fliegen mit einer Klappe
Die Gemeinde würde auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) unterstützen. Da das Gebäude der ehemaligen Grundschule von der Verbandsgemeinde Landstuhl wieder an Queidersbach überging, hätte man da auch ausreichend Platz für die Ansiedlung. Damit könnte die Gemeinde gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Wir müssen uns überlegen, was aus der ehemaligen Grundschule wird und wie wir das Gebäude nutzen. Eine Überlegung wäre, ein MVZ daraus zu machen.“
In diesem Jahr muss die Ortsgemeinde Queidersbach auch den Kindergarten erweitern. Die viergruppige Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft braucht noch eine Gruppe mehr – und zwar nicht nur im Hinblick auf das im Sommer in Kraft tretende Kita-Zukunftsgesetz. „Wir haben höhere Kinderzahlen.“ Verhandlungen mit der Katholischen Kirche als Träger stünden an. In Frage kommen ein Umbau oder ein Anbau. Ein Anbau könne nur zur Seite hin erfolgen, was dann das Freigelände für die Kinder verkleinern würde. Denkbar wäre auch, einen zweiten Kindergarten zu installieren: „Dem Jugendamt wäre eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen und eine zweite Tagesstätte mit zwei Gruppen am liebsten“, sagt Ortsbürgermeister Simbgen. Die Gemeinde allerdings hätte – selbst wenn es zwei verschiedene Tagesstätten geben sollte – am liebsten, dass beide Einrichtungen unter derselben Trägerschaft geführt würden.
Nach der Einführung der wiederkehrenden Beiträge und den Planungen im vergangenen Jahr soll in diesem Jahr der Straßenausbau beginnen. Für die Heißenbergstraße, die Petersbergstraße und den Römerweg hat man eine Bausumme von insgesamt 2,7 Millionen Euro ermittelt. Mit den ersten Bauabschnitten soll es im Laufe des Jahres losgehen. Neben dem Straßenausbau sind neue Wasserleitungen sowie die Verlegung von Glasfaserkabel zur schnellen Internetversorgung geplant.
Arbeiten in Eigenleistung
Der Umbau des Bürgerhauses in Schneckenhausen ist für Ortsbürgermeisterin Hanna-Lore Scharding (FWG) das wichtigste Projekt für das laufende Jahr. Durch neue Vorschriften beim Brandschutz hätten die Pläne überarbeitet und ergänzt werden müssen, sodass erst im August 2020 die Baugenehmigung erteilt wurde. Jetzt warte man auf den Förderbescheid für die alten und erweiterten Maßnahmen. „Wir hoffen, dass wir im Frühjahr dieses Jahres endlich mit den Umbaumaßnahmen beginnen können. Bei diesem Projekt sind viele Arbeiten in Eigenleistung vorgesehen, was eine große Herausforderung für unsere kleine Gemeinde ist“.
Auch in diesem Jahr sollen wieder Feldwege repariert werden, teilweise in Eigenleistung. Im Frühjahr beginnt der Breitbandausbau in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg. Einen genauen Zeitplan für die einzelnen Ortsgemeinden gebe es aber nicht.
An die Fusion von Kreis- und Stadtsparkasse Kaiserslautern soll eine Baumpflanzaktion erinnern. Die Gemeinde habe ihre Teilnahme zugesagt. Der Baum solle eventuell auf dem Spielplatz gepflanzt werden. „Wir hoffen, dass uns die Pandemie nicht mehr so lange ausbremst und im Laufe des Jahres das gewohnte Leben wieder aufgenommen werden kann.“