Weilerbach
Was in der Verbandsgemeinde im neuen Jahr alles geplant ist
Schon längst fertig sein sollte das Hochwasserschutzkonzept. Doch machte die Pandemie einen dicken Strich durch die Rechnung. „Zweimal habe ich alle Bürgerworkshops abgesagt, dann wurden gar keine mehr terminiert“, berichtet die Bürgermeisterin. Nur in Reichenbach-Steegen hat es der Christdemokratin zufolge bereits zwei solcher Veranstaltungen unter Beteiligung der Einwohner gegeben, in Schwedelbach und Mackenbach zumindest je eine. Um dennoch voranzukommen, könnten nun vielleicht die Maßnahmen schon einmal geprüft werden, die auf jeden Fall umgesetzt werden sollen, meint Pfeiffer.
Laptops für die Schüler
Auch bei den anstehenden Wahlen hat man Corona im Blick. In der Verbandsgemeinde Weilerbach sind es im Frühjahr gleich zwei: im März die Landtags-, im April die Bürgermeisterwahl. Dafür soll schon in der kommenden Woche ein eigener Briefwahl-Container neben dem Verwaltungsgebäude aufgestellt werden. Öffnen wird er aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Darin könnten die Wähler dann sowohl ihre Briefwahlunterlagen abholen als auch direkt wählen, sagt Pfeiffer. Ursprünglich war geplant, den Ratssaal dafür zur Verfügung zu stellen. Doch müssten die Wähler dann durch das ganze Haus, das zudem zur Lockdown-Zeit nicht so offensteht wie sonst. „Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet“, meint die Bürgermeisterin generell im Hinblick auf die Wahlen.
Für die Schulen gilt: „Zum 4. Januar wurde der erste Teil der Laptops flottgemacht.“ 60 Geräte konnten von jedem Schüler ausgeliehen werden, bei dem wegen des Fernunterrichts Bedarf bestand. Ein weiterer Schwung an Geräten soll noch folgen, die dann allerdings über die Schulausleihe ausgegeben würden. Was die Umsetzung des Digitalpaktes angeht, habe die Verbandsgemeinde eine Firma mit der Planung beauftragt und damit zu schauen, was an den Schulen noch an Ausstattung benötigt wird.
Rettungswege ertüchtigen
Bauarbeiten stehen ebenso noch an: An den Grundschulen in Rodenbach, Mackenbach und Reichenbach-Steegen sind Brandschutzmaßnahmen umzusetzen. Es geht darum, Rettungswege zu ertüchtigen, mit Brandschutztüren und ähnlichem. In Rodenbach soll zudem in diesem Jahr eine Pelletheizung her. Damit sei diese Schule dann komplett energetisch saniert, betont Pfeiffer. Gerne angehen würde sie noch 2021 die Renovierung des Sporthallen-Umkleidetraktes der Weilerbacher Westpfalzschule. Die Kosten dafür sind mit rund 300.000 Euro angesetzt. Die Entwurfsplanung laufe, Sportlehrer und Vereinsvertreter würden involviert, und Anfang Februar sei die Renovierung Thema im Schulträgerausschuss. Nächster Schritt sei die konkrete Fachplanung.
Mängel an Feuerwehrhäusern
Saniert werden soll auch der Altbau der VG-Verwaltung, für den eine dezentrale Lüftungsanlage, neue Fenster und Türen vorgesehen sind. Währenddessen könnte der Wahl-Container nebenan doppelt nützlich sein, dort könnte eventuell der ein oder andere Mitarbeiter unterkommen. „Die Vorstudien des Architekten sind am Laufen“, teilt die Verbandsbürgermeisterin zu der Modernisierung mit. Zunächst geht es dann darum, potenzielle Fördermöglichkeiten auszuloten.
Gleich neben der Verwaltung ist das nächste Projekt zu finden, das in Angriff genommen werden muss. Das Weilerbacher Feuerwehrhaus weist so manchen Mangel auf, etwa was die Trennung in Schwarz-/Weißbereiche angeht. Für das Pendant in Rodenbach, wo der Platz zum Teil unzulässig klein ist, gilt ähnliches. Wie genau dem abgeholfen werden könnte, steht noch nicht fest. Während in Weilerbach sowohl an einem anderen Standort neu gebaut als auch nur das bestehende Haus erweitert werden könnte, ist in Rodenbach ein Neubau am Ortsrand zwingend notwendig. Eine Standortanalyse wird gemacht, die Pfeiffer zufolge ausgeschrieben wurde. Noch eingeweiht werden soll der neue Feuerwehrstandort in Eulenbis, wo eine First-Responder-Einheit entstand. Das alte Feuerwehrhaus wurde dafür auf Vordermann gebracht.
Bachbahnradweg wird angegangen
Als größeres Straßenbauvorhaben 2021 stellt die Bürgermeisterin die Umgestaltung des Rodenbacher Ortsausgangs in Richtung Siegelbach in Aussicht, was in Regie des Landesbetriebs Mobilität läuft. An der Einmündung in den Tränkwald ist eine abknickende Vorfahrtsstraße vorgesehen. In puncto Bachbahnradweg, dem großen interkommunalen Radwegeprojekt zwischen Weilerbach und Kaiserslautern, gehe es im Frühjahr mit dem Ausbau im ersten Abschnitt los, zwischen Otterbach und der Stadt. Für den zweiten Teil gilt: „Die Planfeststellung ist eingeleitet.“ Es handelt sich dabei um eine Art Baugenehmigungsverfahren. Mobilitäts- und Raststationen an mehreren Stellen, zum Beispiel auf der Fläche neben einer Weilerbacher Tankstelle, sind anvisiert.