Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Was es bei der Westricher Leistungsschau zu sehen gab

Beim Streetfood-Festival als Teil der Westricher Leistungsschau genießen die Besucher am Samstag in Ramstein die Sonne und lasse
Beim Streetfood-Festival als Teil der Westricher Leistungsschau genießen die Besucher am Samstag in Ramstein die Sonne und lassen es sich schmecken.

Ein Wetter, das entgegen der Befürchtungen gehalten hat, ein breites Unterhaltungsangebot für jedes Alter, vielfältige Informationen und kulinarische Angebote: Das waren die Zutaten der Westricher Leistungsschau in Ramstein-Miesenbach. Der Samstag war sehr gut besucht.

„Bitte einsteigen“ scheinen die Fahrzeuge rund um die Kreuzung des Westrich-Museums zu rufen. Mit ihren offenen Türen ziehen sie zahlreiche Passanten an, die die Schilder mit den Fahrzeugdaten inspizieren und diese Einladung gerne annehmen. „Was kostet der?“, will ein Passant von Alex Dudtschenko und Mehmet Micek wissen. Er zieht weiter, nimmt aber Prospekte und Werbegeschenke mit. Die beiden Autoverkäufer vom Kaiserslauterer Autohaus Kehry sind knapp drei Stunden nach der Eröffnung guter Dinge. „Wir waren in diesem Jahr schon auf einigen Messen, bislang ist das die beste.“ Sie gehen fest davon aus, dass einige Interessenten zu Käufern werden.

Auf dem Marktplatz liegt Leichtigkeit in der Luft. Entspannte Musik und der blütenreich geschmückte Brunnen bilden den Rahmen, um es sich bei Getränken und einem Imbiss gut gehen zu lassen, ob vor oder nach einem Bummel durchs Congress Center Ramstein. Im oberen Foyer stellt sich der Kreisverband Kaiserslautern-Land des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit mehreren Abteilungen vor. Auf den Tischen liegt Infomaterial aus, dahinter sitzen die Mitarbeiter, um bei Fragen Rede und Antwort zu stehen. Auf Eric Müller und seine Kollegen von der Sozialstation kommen vor allem Angehörige von Pflegebedürftigen zu, die sich über Leistungen informieren wollen. Er sagt: „Es ist wichtig, dass wir Präsenz zeigen.“

Kostenlos Blutzucker und Blutdruck messen

Lona (5) und Sofia (4) haben sich gerade an einem der anderen DRK-Tische als Kürbis und Schmetterling schminken lassen und ein Seniorenpuzzle gemacht. Lonas Mutter Maike O’Loughlin und ihr Mann sind vor allem wegen der Angebote für Kinder gekommen, sie wollen sich aber auch über Firmen aus der Region informieren. „Vielleicht kommen wir morgen nochmal, wenn wir heute nicht alles schaffen“, erzählt das Paar.

Weiter im Innenbereich geht es um die schlanke Linie, um Fitness und Rehasport. Aber auch die Ökumenische Sozialstation Westpfalz stellt sich vor. Hier wird kostenlos Blutzucker und Blutdruck gemessen. Rosel Müller und Annette Filipiak-Bender erachten es ebenfalls als wichtig, präsent zu sein und freuen sich über das Besucherinteresse. „Es sind auch viele junge Leute da, die sich über eine Ausbildung zur Pflegefachkraft informieren.“

Aussteller aus vielen Bereichen

Etwas weiter gibt Andrea Rihlmann, Gemeindeschwester plus des Kreises, Notfalldosen und Vorsorgeunterlagen aus. Sie hat aber auch Brillen für die verschiedene Augenerkrankungen im Alter und einen „Altersanzug“ mit Gewichten mitgebracht. „Wir wollen Leute für diese Themen sensibilisieren“, sagt sie und freut sich, dass auch immer wieder junge Besucher stehenbleiben. Die lange Tischreihe setzt sich fort mit dem Demenznetzwerk von Stadt und Kreis Kaiserslautern, dem ehrenamtlichen Besuchsdienst des Kreises, dem Pflegestützpunkt Otterberg und dem Hospiz- und Palliativdienst Westrich.

Unter den rund 50 Ausstellern sind im Obergeschoss auch Handwerksbetriebe, ein Kreditinstitut, ein Steuerberatungsbüro oder die Stadt Ramstein-Miesenbach mit ihren touristischen Angeboten vertreten. Im Untergeschoss ist eine große Ausstellung rund um Sonnenschutz aufgebaut. Hier präsentiert sich auch die rheinland-pfälzische Garnison der US-Armee mit einer Jobbörse.

Max Reis im Fahrsimulator

Die Stadtwerke Ramstein feiern 70 Jahre Gasversorgung und elf Jahre Stromversorgung. Mitarbeiter präsentieren sich vor dem Haupteingang, aber auch der rückwärtige Innenhof ist geöffnet. Um Max Reis, das Rennfahrer-Nachwuchstalent aus Ramstein, drängen sich die Menschen. „Es macht Spaß, mit den Leuten in Kontakt zu kommen“, meint der 16-Jährige, der schon einige Autogramme signiert hat und zusammen mit einem Ausstellungsflitzer immer wieder für Fotos und Filmaufnahmen posiert.

Er nimmt in dem Fahrsimulator Platz und fegt virtuell mit mehr als 200 „Sachen“ über die Geraden der Rennstrecke. „Gut, Max“, kommentiert Roman Franz diese Runde und applaudiert. Mit einem Augenzwinkern fügt er an: „Wir denken, dass er der neue Michael Schumacher wird.“ Franz und Renate Walker sind bereits über die Messe gebummelt. „Wir wollten schauen, was es Neues gibt“, meint das Paar aus Schwedelbach. Es hat erst einmal nicht vor, zum morgigen verkaufsoffenen Sonntag ein weiteres Mal zu kommen. „Aber es kann passieren, dass wir es doch tun.“

Internationales Essen

In Richtung Prometheusplatz hat eine Baufirma ihre Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen ausgestellt. Hier steigen auch schon die appetitanregenden Düfte der Streetfood-Trucks in die Nase. Das vielseitige Angebot mit Essen aus aller Herren Länder kommt überaus gut an. Vor den Ständen haben sich teils Schlangen gebildet, der Großteil der Sitzplätze ist belegt.

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