Kreis Kaiserslautern
Was das Wetter uns im April an Kapriolen bietet
Zunächst ein Rückblick auf das Wetter im März: Während der Anfangsphase wehte ziemlich kalte, trockene Festlandluft in die Westpfalz. Dazu strahlte oft von einem blank geputzten Himmel die Sonne. Während es nachts verbreitet frostig wurde, erwärmte sich die Luft tagsüber immerhin auf 6 bis 12 Grad. Im Mittelabschnitt setzten einige Regenfälle ein. Der in der Atmosphäre vorhandene Saharastaub gelangte dadurch nach unten und beschmutzte die Autos. In der zweiten Monatshälfte konnte die Sonne erneut ungehindert strahlen. Nach frischen Nächten wurde im Schlussabschnitt tagsüber stellenweise die 20-Grad-Marke überschritten. Zum Monatswechsel gab es einen Polarlufteinbruch.
Viel zu trocken und zu sonnig
Die regionale Wetterstatistik: Das Mittel der Lufttemperatur lag im März mit 7,0 Grad um 1,1 Grad über dem Durchschnittswert der vergangenen 25 Jahre. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es 31. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten bereits 21 verbucht werden. „Frosttage“ (Tiefsttemperatur unter 0,0 Grad) gab es elf. „Bodenfrosttage“ (Tiefsttemperatur in fünf Zentimeter über dem Erdboden unter 0,0 Grad) gab es beachtliche 24. An zwei Tagen wurde die 20-Grad-Marke geknackt. Den tiefsten Wert gab es an der Wetterstation Lambsborn mit frostigen -3,9 Grad am 9. März, der höchste Wert wurde am 27. mit frühlingshaften 20,6 Grad verzeichnet. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 21,9 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 32 Prozent des langjährigen Monatsmittels. In Martinshöhe fielen 22,2 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern 22,7 Liter und in Landstuhl 25 Liter pro Quadratmeter. Geregnet hat es an sechs Tagen. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 11,2 Litern pro Quadratmeter am 15. An einem Tag brauste starker Wind über die Region. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es bemerkenswerte 14. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) hingegen neun. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 41 Prozent war der Himmel von Wolken überzogen (deutlich weniger als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte 234 Stunden, etwa so viel wie in einem Sommermonat und damit so viel wie noch nie in einem März seit Aufzeichnungsbeginn. Das entspricht 171,7 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie an jedem Tag etwa sieben Stunden und fast 33 Minuten.
So wird der April
Nach einem Spätwinterintermezzo am Wochenende erreichen uns bis Dienstag vom Atlantik und den Britischen Inseln neue Schlechtwettergebiete, die allerdings wieder etwas mildere Luft im Gepäck haben. Dabei wird es überwiegend wolkig. Nur gelegentlich beglückt uns für eine Weile die Sonne. Immer wieder fällt Regen, zwischendurch auch Schauer. Da es am Donnerstag kurzfristig nochmals kälter wird, können sich dann auch wieder Flocken oder Graupelkörner unter die Tropfen mischen. Der Südwest- bis Westwind frischt zeitweise stärker auf. Möglicherweise brausen auch mal stürmische Böen über uns hinweg. Die Tagestemperaturen liegen allgemein zwischen drei und zehn Grad und steigen ab dem nächsten Wochenende auf zehn bis 16 Grad an. Anfangs kann es auch noch zu leichten bis mäßigen Nachtfrösten zwischen -6 und -2 Grad kommen.
Nach der Nacht von Sonntag auf Montag sollten Fröste aber vorläufig kein Thema mehr sein. Etwa zur Monatsmitte, also während der Osterzeit, wird hinter einem nach Osteuropa abziehenden Tief voraussichtlich wieder kältere Luft aus Skandinavien angezapft. Gleichzeitig gewinnt ein über den Britischen Inseln aufbauendes Hochdruckgebiet allmählich an Einfluss auf unser Wetter. Somit klingen letzte Regenfälle oder Schauer ab und die Wolkendecke reißt immer häufiger auf und macht der Sonne Platz. In der nordöstlichen Strömung kommen die Temperaturen allerdings wohl nicht über die 15-Grad-Marke hinaus. In den zunehmend sternenklaren Nächten nimmt die Frostgefahr insbesondere in Tälern und Mulden sowie in der Westpfälzischen Moorniederung wieder deutlich zu. Auf den Höhen bleibt es meist nur bei leichtem Bodenfrost.
Temperaturen bis 27 Grad möglich
Dank Hochdruckeinfluss und zunehmender Sonnenscheindauer erwärmt sich die Luftmasse im zweiten Monatsabschnitt auf frühlingshafte Werte von 18 bis 23 Grad. Im Schlussdrittel sind bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein dann sogar schon frühsommerliche Werte von 23 bis 27 Grad möglich, bevor sich ein Wetterwechsel bemerkbar macht. Hinter einer Kaltfront. die uns von West nach Ost mit zum Teil kräftigen Regengüssen und Gewittern überquert, rutschen die Temperaturen um über zehn Grad nach unten. Anschließend steht uns eine kurze wechselhafte Witterungsperiode mit Regenschauern sowie kurzen freundlichen Phasen bei Werten zwischen 12 und 17 Grad ins Haus, bevor es zum Start in den Wonnemonat voraussichtlich wieder freundlicher und wärmer zu werden scheint.
Letztendlich wird der April um ein bis zwei Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsmenge liegt wahrscheinlich etwas über dem Durchschnittsbereich. Die Sonnenscheindauer wird den langjährigen Mittelwert vermutlich erreichen.
Mögliche Tendenz für den Mai: Es geht launisch und mit großen Temperaturschwankungen weiter.