Sembach RHEINPFALZ Plus Artikel Was Bürger ärgert: Zwei Durchgangsstraßen gesperrt

„Man hat uns Anwohnern nun einen Fußweg aus Schotter angelegt, der es ermöglicht, nicht durch knöcheltiefen Schlamm waten zu müs
»Man hat uns Anwohnern nun einen Fußweg aus Schotter angelegt, der es ermöglicht, nicht durch knöcheltiefen Schlamm waten zu müssen«, lobt Walter Heinz zumindest die Baufirma.

„Nicht nur in Dansenberg wird es lustig wegen Straßenneubauarbeiten, sondern auch in Sembach, da ist es schon lustig“, erzählt Walter Heinz in einem Schreiben an die RHEINPFALZ. Gleichzeitig sei nämlich nicht nur die Kaffeestraße gesperrt, der eigentliche Zubringer zur A63, nein, auch die Hauptstraße durch den Ort sei im unteren Bereich bedingt durch die Kanalerneuerung nicht befahrbar. „Also echt super geplant...“

Besonders ärgerlich sei dies vor allem für Ortsfremde, meint der Sembacher. Kürzlich habe es in der Familie einen Trauerfall gegeben, berichtet er. Da sei es für Leute von außerhalb schon schwierig gewesen, in den Ort hineinzukommen. „Wenn die kein Navi gehabt hätten, wäre der Weg wohl noch schwieriger zu finden gewesen“, vermutet Heinz. Und die Bauarbeiten zögen sich ja auch arg in die Länge. Gerüchten zufolge könne die Situation bis in den Mai wohl so bleiben.

Die bearbeitete Trasse sei nach dem vielen Regen derartig tiefgründig, dass er und die anderen Anwohner der Kaffeestraße hätten fußläufig über das Feld ausweichen müssen. Dies allerdings relativierte Heinz tags darauf in einem weiteren Schreiben. Die Mitarbeiter der Baufirma hätten nämlich lobenswerterweise mitten auf der schlammigen Trasse einen Pfad mit Schotter aufgeschüttet.

Bürgermeister hat kein Verständnis für die Beschwerde

„Dass es die beiden Baustellen zeitweilig parallel gibt, ist einfach blöd gelaufen“, meint Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD). Das sei natürlich nicht so geplant gewesen. Die Bauarbeiten in der Kaffeestraße führe eine Baufirma im Auftrag der Gemeinde aus. Die Werke der Verbandsgemeinde seien im unteren Teil der Hauptstraße mit der Erneuerung des Kanals beschäftigt, um der oftmaligen Überschwemmung in diesem Bereich Herr zu werden. Dass nun parallel gebaut werde, habe seine Gründe einfach in Terminschwierigkeiten.

Darüber hinaus würden die Arbeiten in der Kaffeestraße bald abgeschlossen. Dass sich ausgerechnet Walter Heinz aus der Kaffeestraße beschwere, sei einfach traurig. „Denn die bekommen dort jetzt eine schöne, neue Straße“, erklärt Hack und redet sich dabei in Rage: „In der Kaffeestraße gibt es nur einige Häuser auf einer Seite. Wenn die Gemeinde nicht auf wiederkehrende Ausbaubeiträge umgestellt hätte, müssten Anwohner dort bis zu 30.000 Euro bezahlen.“ Jetzt würden alle Ortsansässigen beteiligt – und die sorgten mit ihrem Beitrag dafür, dass dort die Anwohner lediglich um die 2000 Euro bezahlen müssten. Schon von daher könne er die Beschwerde von Walter Heinz nicht verstehen. Dazu komme noch, dass die A63 und auch die Kaiserstraße auf unterschiedlichen Wegen gut erreichbar seien. Es müsse doch auch einmal gewürdigt werden, dass die Gemeinde den Anwohnern weit entgegen gekommen sei.

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