Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Warum im Congress Center Ramstein die 2G-Regel gilt

Um nicht Gefahr zu laufen, dass es Besucher, die nicht immunisiert sind, abweisen muss, hat sich das CCR dafür entschieden, für
Um nicht Gefahr zu laufen, dass es Besucher, die nicht immunisiert sind, abweisen muss, hat sich das CCR dafür entschieden, für alle Veranstaltungen die 2G-Regel einzuführen.

Veranstaltungen im Congress Center Ramstein (CCR) können ab sofort nur noch von geimpften und von Corona genesenen Personen besucht werden. CCR-Geschäftsführerin Burgel Stein erläutert, warum es aus ihrer Sicht nur mit der 2G-Regel möglich ist, Veranstaltungen zu planen und unter „einigermaßen normalen“ Umständen durchzuführen.

Nach der Corona-Landesverordnung, die seit Sonntag gilt, hätte das CCR auch die 2G-plus-Regel anwenden können, es hat sich aber letztendlich dagegen entschieden. 2G plus bedeutet, dass neben den Geimpften und Genesenen auch eine bestimmte Anzahl nicht immunisierter Personen mit einem negativen Testnachweis eingelassen werden. Deren Anzahl hängt von der jeweiligen Warnstufe ab, die für den Landkreis an dem Tag der Veranstaltung gilt. Maskenpflicht und Abstandsgebot bleiben bei 2G plus bestehen, während die Besucher bei 2G keine Maske tragen müssen und auch die Abstandsregel nicht mehr einzuhalten ist. „Das bedeutet, dass wir Stehplatzkonzerte jetzt nun ganz regulär stattfinden lassen können und alle gebuchten Plätze bei Sitzplatzveranstaltungen erhalten bleiben“, verdeutlicht Stein, warum sie sich ausdrücklich für die 2G-Regel entschieden haben. „Da wir ja nicht im Voraus wissen können, welche Warnstufe wann gilt, hätte es passieren können, dass wir einige Konzertbesucher hätten wieder heimschicken müssen, weil das Kontingent für die Nicht-Immunisierten schon voll ist“, beschreibt Stein das Dilemma für die Veranstaltungsbranche.

„Haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“

Die Geschäftsführerin versichert, dass sie und ihr Co-Geschäftsführer Andreas Guhmann sowie alle Mitarbeiter, die in die Veranstaltungen involviert seien, sich viele Gedanken gemacht hätten. Es täte ihnen leid, wenn sich jetzt möglicherweise ein Teil der Besucher abgelehnt fühle. Dies sei nicht beabsichtigt. Nachfragen der Mitarbeiter im Ticketshop bei den Kunden hätten allerdings ergeben, dass die meisten der Kunden bereits geimpft seien.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, uns zusammengesetzt und das Für und Wider abgewogen.“ Auch Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) habe Grünes Licht gegeben. „Wer kauft sich ein Konzertticket und ist dann noch bereit, 30 Euro für einen Test auszugeben?“, sei ein weiteres Argument gegen die 2G-plus-Regelung gewesen. Noch dazu sei deren Einhaltung schwierig zu kontrollieren, zumal dann, wenn es bei den Konzerten hoch her geht, wie etwa bei der Auftaktveranstaltung am 24. September. „Dass es bei der AC/DC-Tribute-Show der Formation ,Barock’ niemand auf seinem Stuhl hält, ist ja zu vermuten“, sagt Stein mit einem Augenzwinkern. „Und wer soll kontrollieren, dass jeder seine Maske auf hat, wenn das Licht ausgeht?“

Veranstaltungen ausgebucht

Kunden, die nicht mit der jetzt getroffenen Regelung einverstanden sind, können bereits gekaufte Karten zurückgeben und bekommen ihr Geld zurück, versichert Stein. Rückfragen habe es vereinzelt zu den Kindern gegeben: 2G gilt für alle ab zwölf Jahren, jüngere Kinder zählten zu den Geimpften und Genesenen. Von daher seien die Veranstaltungen für die Kindergarten- und Vorschulkinder, die das CCR anbietet, nicht betroffen.

Das Gros der CCR-Besucher habe die Entscheidung „akzeptiert und verstanden“, ist die Bilanz der Geschäftsführerin, die sich nach Start der Saison über eine große Nachfrage freut. Es sei spürbar, dass die Leute einen großen Nachholbedarf hätten. „Alle unserer drei bis vier Veranstaltungen pro Woche sind ausgebucht.“

zur Sache:

Für die Veranstaltungen im CCR ist ein Nachweis über eine Impfung oder Genesung mitzubringen, daneben auch der Personalausweis. Außerdem werden die Kontaktdaten aufgenommen.

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