Wochenendkolumne
Warum eine gute ÖPNV-Anbindung ein Standortvorteil für Firmen ist
Wer macht die Arbeit? Firmen klagen landauf, landab über Fachkräftemangel. Oftmals bleiben Stellen monatelang unbesetzt. Unternehmen würden zwar gern, können Aufträge aber nicht annehmen, weil Ihnen die dazu benötigten Mitarbeiter fehlen. Dass es sich bei der Mitarbeitersuche lohnt, auch mal über den Tellerrand hinausschauen und neue Wege zu gehen, hat sich bei der Rema Fertigungstechnik GmbH an ihrem Produktionsstandort in Sembach gezeigt. Das metallverarbeitende Unternehmen nutzt das Landesprogramm „Budget für Arbeit“ und arbeitet mit den Zoar-Werkstätten zusammen, die beeinträchtigte Menschen betreuen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten: Das Unternehmen hat Mitarbeiter bekommen, deren Fähigkeiten genau zur Firma passen, und die beiden jungen Männer konnten aus der Zoar-Werkstatt in ein festes Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt wechseln. Eine schöne Chance für die beiden und ein tolles Beispiel für Integration!
Beim Gespräch in der Sembacher Firma kam aber auch noch ein anderes Thema auf: Das Problem mit der ÖPNV-Anbindung, über das in dieser Kolumne schon mehrfach geschrieben wurde. Die Tatsache, dass die Busanbindung an das Sembacher Gewerbegebiet nicht gut ist, verschärfe den Fachkräftemangel noch, berichten die dort Verantwortlichen. Vor allem für minderjährige Auszubildende, die keinen Führerschein und kein Auto hätten, sei es sehr schwierig. Das schränke die Auswahl an möglichen Bewerbern schon von vornherein ein.
Es ist schon paradox: Das Sembacher Gewerbegebiet ist das einzige mit freien Flächen im Kreis, es soll erweitert werden. Die politisch Verantwortlichen bemühen sich, ansiedlungswillige Firmen dorthin zu locken. Gleichzeitig versäumen sie es, dafür Sorge zu tragen, dass die Menschen die dort arbeiten sollen, auch dorthin kommen. Für Firmen ist die Erreichbarkeit ein wichtiger Standortfaktor. Davon abgesehen: Was ist mit der Chancengleichheit für junge Menschen, wenn die Wahl des Ausbildungsplatzes von der ÖPNV-Anbindung abhängt?
Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?
Mit Grausen denken Eltern an den Beginn der Sommerferien im vergangenen Jahr zurück, als es gerade dann kalt wurde und wie aus Eimern regnete, als die Kinder schulfrei hatten. Wollen wir nicht hoffen, dass Rudi Carrells Gassenhauer „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ auch in diesem Jahr zum Sommerhit wird und es endlich wärmer wird. Denn Ende nächster Woche ist der letzte Schultag. Für die Ferien haben sich die Verbandsgemeinden wieder ein vielseitiges Programm ausgedacht. Das Angebot reicht von Tanz- und Malkursen über Museumsbesuche bis zum Kinoabend. Beruhigend: Da ist so mancher Programmpunkt dabei, der auch bei Regenwetter Spaß machen dürfte.