Westpfalz
Von frühlingshaft bis spätwinterlich
Bis zum 19. Februar war es ziemlich kalt. Mal schien für längere Zeit die Sonne, mal verdeckten graue Wolken den Himmel. Im Mittelabschnitt fiel gelegentlich etwas Schnee. Die Tagestemperaturen lagen meist zwischen null und sechs Grad. Nachts gab es häufig leichten bis mäßigen Frost zwischen minus sechs und null Grad. In windgeschützten Tälern wurde es um einiges kälter. Mit einer auf Süd bis Südwest drehenden Luftströmung schnellte das Quecksilber am 21. Februar in die Höhe und sorgte für einen ersten Frühlingsschub. Die Temperaturen kletterten bis auf 18 Grad. Einen Tag zuvor gab es noch verbreitet Nachtfrost. Im Schlussabschnitt kamen wieder einige Störungsgebiete mit Regen sowie einer damit verbundenen leichten Abkühlung.
Bodenfrost an 22 Tagen
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Februar in der Westpfalz mit 2,7 Grad Celsius um 0,4 Grad unter dem Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre, aber um ein Grad über dem 30-jährigen Referenzzeitraum von 1961 bis 1990. An 22 Tagen trat Bodenfrost auf. Den tiefsten Wert mit frostigen minus 6,3 Grad gab es am 18. Februar. Die höchste Temperatur wurde am 21. Februar mit vorfrühlingshaften 17,6 Grad verzeichnet.
Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 38 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 50,6 Prozent des Monatsmittels der vergangenen 30 Jahre. In Martinshöhe fielen im Februar 39,7 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern 31 und in Landstuhl 40. Der Niederschlag konzentrierte sich auf 14 Tage. Der meiste fiel in Lambsborn mit 12,8 Litern pro Quadratmeter am 10. Februar. Zu insgesamt 74,8 Prozent war der Himmel im Februar von Wolken überzogen (normal). Die Sonne schien 72 Stunden. Das entspricht 86,5 Prozent des langjährigen Mittels der vergangenen 30 Jahre. Durchschnittlich schien sie an jedem Tag etwa zwei Stunden und 34 Minuten.
So wird der März
Während der ersten Märzwoche strahlt von morgens bis abends häufig die Sonne von einem heiteren Himmel. Bis Freitag steigen die Temperaturen kontinuierlich an und erreichen nach anfänglichen Tageshöchstwerten von acht bis zwölf Grad bald schon 15 bis 18 Grad. Nachts kühlt es bei klarem Sternenhimmel spürbar ab. Vor allem in Mulden, Tälern und in der Westpfälzischen Moorniederung treten verbreitet leichte Fröste zwischen minus vier und minus ein Grad auf. Auf den Höhen dürfte es überwiegend frostfrei bleiben. Ab dem Wochenende erreichen uns vom Atlantik her erste Störungsfronten mit etwas Regen oder einigen Schauern – verbunden mit einer leichten Abkühlung von etwa vier bis sechs Grad.
Um die Monatsmitte herum könnte uns ein Schwall polarer Kaltluft erreichen, sodass sich in Schauern auch Schneeflocken und Graupelkörner unter die Tropfen mischen können. Die Tageshöchstwerte bewegen sich dabei im einstelligen Bereich. Nur selten wird die Zehn-Grad-Marke leicht überschritten. Bei längerem nächtlichem Aufklaren nimmt die Frostgefahr zu. Dieses spätwinterliche Geplänkel sollte aber nur von kurzer Dauer sein, denn schon nach der Monatsmitte setzt sich vom Atlantik her wieder der Zustrom milderer Ozeanluft mit gelegentlichen Regenfällen durch. Wegen dichterer Bewölkung und teils auffrischenden Windverhältnissen fallen die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht geringer aus als zuvor. Genauer gesagt wird es vor allem nachts spürbar milder, sodass Fröste zunächst kein Thema mehr sein sollten. Tagsüber werden zehn Grad oder etwas mehr gemessen. Etwa zum kalendarischen Frühlingsbeginn könnte sich über Mitteleuropa ein stabileres Hochdruckgebiet aufbauen. Die Sonne bekommt dann die Gelegenheit, sich öfter in Szene zu setzen. Möglicherweise wird im Vorfeld Atlantischer Tiefdruckgebiete gleichzeitig warme Luft von Spanien zu uns gepumpt, sodass die Temperaturen auf 20 bis 24 Grad klettern.
Mit Schneeflocken rechnen
Diese Wetterlage ist nicht von langer Dauer, da der Störungseinfluss im Schlussabschnitt voraussichtlich zunimmt. Mit Überqueren einer Kaltfront drohen teils gewittrige Regengüsse mit nachfolgendem Temperatursturz. Regentropfen könnten sich bis in tiefere Lagen in Schneeflocken verwandeln.
Letztendlich werden die Temperaturen im März gegenüber den Durchschnittswerten der vergangenen 30 Jahre vermutlich um ein bis zwei Grad nach oben abweichen. Die Niederschlagsmenge wird den Monatssollwert wahrscheinlich etwas unterbieten. Die Sonnenscheindauer dürfte den langjährigen Mittelwert leicht überschreiten.
Tendenz für den Folgemonat: Der April beschert uns längere freundliche und trockene Phasen mit großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Spätfröste und Frühsommerwärme sind möglich.
Unser Klima im Wandel
Februar 2025:
Durchschnittstemperatur: 2,7 Grad
Niederschlag: 38 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 72 Stunden
Februar 2024:
Durchschnittstemperatur: 7 Grad
Niederschlag: 108,2 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 49 Stunden
Februar 2015:
Durchschnittstemperatur: 0,9 Grad
Niederschlag: 35,1 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 79 Stunden
Februar 2000:
Durchschnittstemperatur: 4 Grad
Niederschlag: 107,6 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 73 Stunden