Glan-Münchweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Volksbank Glan-Münchweiler steigert ihre Geschäftszahlen 2019 weit über Schnitt

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Die Volksbank Glan-Münchweiler, die auch Filialen in Miesau, Niedermohr, Steinwenden und Ramstein betreibt, steigert erneut ihre Geschäftszahlen weit überdurchschnittlich und baut ihre Marktposition weiter aus. Vor allem der Bereich Schönenberg-Kübelberg ist Wachstumsgebiet, aber natürlich auch der Raum Ramstein-Miesenbach. Minuszinsen für Private soll es nicht geben.

Das Thema Minuszinsen beherrscht derzeit das öffentliche Interesse – vor allem die Kunden wollen wissen, wie es weitergeht bei ihrem jeweiligen Geldinstitut. Die Volksbank Glan-Münchweiler hat sich nun ebenso positioniert wie zuvor ihre Genossen in Lauterecken: Es soll in diesem Jahr keine Minuszinsen geben. Das aber nur, wenn die Konkurrenz im näheren Umfeld keine Minuszinsen auf private Guthaben erhebt.

Obwohl Banken inzwischen 0,5 Prozent Zinsen zahlen müssen für Guthaben, die sie bei der Zentralbank haben und auch sonst die Anlagemöglichkeiten vergleichsweise wenig hergeben. „Wir sind so aufgestellt, dass wir keine Minuszinsen erheben wollen“, sagten die Vorstandsmitglieder Sabine Mack und Christian Dietrich bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2019.

Konkurrenz im Blick

Allerdings folgte ein dickes Aber: „Wir wollen weiterarbeiten wie bisher – wenn man uns so weiterarbeiten lässt.“ Denn wenn in der Umgebung die Konkurrenz die Strafzinsen für Private etablieren sollte, könnte die Volksbank doch reagieren müssen. Weil dann zu erwarten ist, dass vermehrt Kunden anderer Institute ihr Geld nach Glan-Münchweiler verlagern, und die Volksbank dann das Problem bekommt, diese Geldzuflüsse irgendwie so zu platzieren, dass sie das eigene Geschäft nicht schädigen.

Das eigene Geschäft läuft nämlich trotz der Niedrigzinsphase und folglich immer kleiner werdender Zinsspanne ausgezeichnet. Die Volksbank hat ihre konservativen Erwartungen für 2019 deutlich übertroffen, auf allen relevanten Sektoren deutliche Zuwächse verzeichnet. Dadurch hat sie nach eigener Berechnung ihre Marktposition in den Gebieten ausgebaut, in denen sie präsent ist. Im Schnitt liege ihr Marktanteil inzwischen bei rund 25 Prozent; Tendenz weiter steigend.

Bekenntnis für die Fläche

Mack und Dietrich sehen hierfür mehrere Gründe. Punkt eins: Dank ihrer Verbundpartner sei die Volksbank in der Lage, sogar auf 30 Jahre angelegte Baufinanzierungen zu den aktuell günstigen Zinsen anzubieten. Das über sie vermittelte Kreditvolumen bei den Partnern sei im vergangenen Jahr auf knapp 70 Millionen Euro gestiegen; im Jahr zuvor seien es rund 60 Millionen gewesen. Punkt zwei: Die Volksbank habe sich nicht aus der Fläche zurückgezogen, wie dies Mitbewerber getan hätten oder aktuell wieder tun. Im Gegenteil: Man habe vielerorts in die Filialen investiert. „Das zeigt den Menschen, dass wir langfristig bleiben wollen.“ Punkt drei: Die Mitarbeiter der Volksbank seien ganzheitlich aufgestellt. Der Kunde bekomme alles aus einer Hand, ohne dass er von einem Spezialisten zum anderen rennen müsse.

Gestiegen ist auch die Anzahl der Mitglieder, die nun mehr Papiere zeichnen dürfen als zuvor. Ein Zuwachs von 8341 auf 8695 Genossen bedeute ein Plus von 4,2 Prozent. Die dürfen sich nun erneut über eine Dividende von 5,5 Prozent freuen.

Bank in Zahlen

Bilanzsumme: 618 (2018: 574)

Kreditvolumen: 510 (468)

Kundeneinlagen: 463 (430)

Zinsüberschuss: 11,2 (11,0)

Verwaltungsaufwand: 10,0 (9,5)

davon Personal: 6,4 (6,0)

Ergebnis vor Steuern

und Bewertung: 6,3 (6,2)

Jahresüberschuss: 2,2 (2,9)

Eigenkapital: 63,1 (59,1)

(alle Angaben in Millionen Euro)

Mitarbeiter: 115 (114)

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