Sembach VG-Beigeordneter Rudi Anspach im Alter von 75 Jahren gestorben

Rudi Anspach
Rudi Anspach

Weder aus der Politik noch dem Dorfgeschehen Sembachs ist er wegzudenken: Rudi Anspach. Der langjährige Lokalpolitiker starb in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 75 Jahren.

Erst im vergangenen Jahr hatte Anspach noch das Amt des Beigeordneten der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn angenommen. Als er im Mai 2019 in das Amt gewählt wurde, schien seine Krebs-Erkrankung überwunden. Im Frühjahr dieses Jahres jedoch kam die heimtückische Krankheit zurück. Als er schon auf dem Weg der Besserung war, verschlechterte sich sein Zustand jedoch wieder. Kurz vor Mitternacht verstarb er am Dienstag zu Hause.

Über ein Vierteljahrhundert, von 1989 bis 2015, war Anspach für die FWG Mitglied im Ortsgemeinderat von Sembach. Bereits von 1972 bis 1974 saß er im damaligen Verbandsgemeinderat Enkenbach-Alsenborn. Nachdem er schon etliche Jahre mit den Liberalen in Kontakt war, weil sich seine Ziele immer stärker mit deren deckten, trat er bei der Kommunalwahl 2019 für die FDP an und wurde für die Partei im Juni 2019 schließlich VG-Beigeordneter.

Die Imkerei für sich entdeckt

Die Ortsgeschichte war eine seiner großen Interessen: Für Chroniken sammelte er unzählige historische Fotos. Der gelernte Kfz-Meister wechselte denn auch vor vielen Jahren zum „Pfalzboten“, der Beilage des Amtsblattes, und war als Gebietsverkaufsleiter beim Wittich-Verlag tätig.

Nicht nur in der Politik war er aktiv. „Im Musikverein, im Schützenverein – auch als Vorsitzender – und zuletzt im Imkerverein engagierte er sich“, zählt der langjährige Ortsbürgermeister Fritz Hack (SPD) auf. Die Imkerei habe er in den letzten Jahren als neue Leidenschaft für sich entdeckt. Kegeln, Wandern und der Obstbau zählten außerdem zu seinen Hobbys.

Die Familie stand stets im Mittelpunkt

Doch der Einsatz fürs öffentliche Leben ließ ihn nie das wirklich Wichtige vergessen: „Für seine Familie hat er alles getan“, weiß Hack über den Gefährten, der jener auch trotz Gegenkandidatur fürs Ortsbürgermeisteramt 2014 blieb. Seine Frau, seine Tochter und sein Sohn sowie die Enkelkinder standen für ihn stets im Mittelpunkt.

Er selbst drängte sich trotz des politischen Engagements nie ins Rampenlicht. Er war kein Mann der lauten Töne, sondern agierte stets ruhig und besonnen. Seine freundliche und hilfsbereite Art machte ihn bei den Mitmenschen beliebt und zum verlässlichen Partner. „Er blieb immer sachlich; mit ihm zu streiten, war so gut wie unmöglich“, sagt FDP-Kreisfraktionschef Goswin Förster.

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