Bruchmühlbach-Miesau
Verwaltung und Feuerwehr in der VG Bruchmühlbach-Miesau sorgen wegen Corona vor
Mit den Feuerwehren hatte Marcus Sauter (CDU), Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, am Morgen eine Besprechung, wie er in der VG-Ratssitzung in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Erik Emich (CDU) bekannt gab. Es gilt auch hier, mögliche Corona-Infektionen zu vermeiden. Die Umkleide sei das größte Risiko. „Deshalb werden die Wehrleute ihre Einsatzkleidung mit nach Hause nehmen.“ Sollte es zu einem größeren Einsatz kommen und die Floriansjünger müssten bei dem Einsatz eine Pause machen, so muss jeder seine Pause in dem Fahrzeug verbringen, in dem er auch an den Einsatzort gekommen ist.
Zwei Trupps fürs Wasserwerk
Die Abwasserversorgung ist in der VG Bruchmühlbach-Miesau auch in Corona-Zeiten sichergestellt. Für das Wasserwerk sind zwei Trupps zuständig, erklärte der Beigeordnete. Die beiden Trupps müssen getrennt voneinander arbeiten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. „Da wir mit Ramstein-Miesenbach zusammenarbeiten, kennen sich die Mitarbeiter von dort ebenfalls bei uns im Werk aus und umgekehrt“, verriet Sauter. „Falls also ein Trupp wegfällt, können wir uns gegenseitig helfen.“
Nicht ganz so einfach sieht es im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde aus. Dort seien vor allem die Mitarbeiter der Zahlstelle und des Einwohnermeldeamtes ständig Publikumsverkehr ausgesetzt. Zwar befinde sich eine Glasscheibe vor dem Schalter, aber der notwendige Sicherheitsabstand von einem Meter zwischen Verwaltungsmitarbeiter und Kunde könne nicht eingehalten werden. „Auch hier bemühen wir uns um eine Lösung.“
Sanierungsarbeiten im Warmfreibad
Auch Themen abseits von Corona wurden in der Sitzung besprochen. Wasser ist eine Grundvoraussetzung für ein Warmfreibad. Nicht jedoch, dass es durch die Decke des Technikgebäudes tropft und Feuchtigkeitsschäden verursacht. 46.597 Euro muss die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau ausgeben, um das Dach im Miesauer Bad zu sanieren.
An dem Flachdach muss die komplette Abdichtung erneuert werden. Mit rund 44.000 Euro hatte der Planer vorab kalkuliert. „Mehr als 46.000 Euro sind viel Geld, aber das muss gemacht werden“, sagte Marcus Sauter. Aus baulichen Gründen käme leider nur ein Flachdach in Frage. Der VG-Rat stimmte der Ausgabe zu.
An der Adam-Müller-Schule in Miesau muss ebenfalls das Dach des Zwischenbaus abgedichtet werden. Am Feuerwehrgerätehaus in Lambsborn müssen Schreiner- und Metallarbeiten ausgeführt werden. Die Aufträge dazu sind vom Haupt- und Finanzausschuss zu vergeben, solange die Angebotssumme 30.000 Euro nicht übersteigt.
In der vergangenen Verbandsgemeinderatssitzung hatte Harald Hübner (Wählergruppe Heintz) die Anfrage gestellt, ob in Bruchmühlbach-Miesau noch Flächen für Windkraftanlagen vorhanden seien. Derzeit sehe der Flächennutzungsplan keine weiteren vor, antwortete Sauter. Grundlage sei der Raumordnungsplan, der ebenfalls aufgrund von Mindestabständen zu bebauten Flächen und Grünzügen keine Windräder erlaube. Hübner hatte auch gefragt, ob die Fläche zwischen Bruchmühlbach-Miesau und Ramstein als Gewerbeflächen ausgewiesen werden könne. Diese Wiesen könnten eine interkommunale Gewerbefläche werden, hat Sauter recherchiert. Weitere Gewerbeflächen stehen noch in Richtung Hütschenhausen zur Verfügung.