Olsbrücken
Vereinssache: Die CSG Olsbrücken trotz dem Trend
„Der Verein ist 1967 entstanden – und zwar durch eine katholische Jugendgemeinde, welche auch protestantische Laienspieler in die Gemeinschaft aufnehmen wollte. Daher stammt auch das C im Namen“, berichtet Schriftführer Mischa Getto. „Der Musikzug wurde dann im Jahr 1968 gegründet“, erzählt Getto. Als solcher sehe sich der Verein auch heute noch. „Die Fanfaren haben wir schon lange durch Trompeten ersetzt, und auch die Theaterspiele gibt es lange nicht mehr.“ Tenorhorn, Saxophon, große Trommel, kleine Trommel, Becken und Rassel ergänzen die Palette der Instrumente. Die Ausbildung daran haben drei Musiklehrer übernommen, die auch in Musikschulen tätig sind. Im Vordergrund steht die Musik, wobei Spaß und Kameradschaft bei den Auftritten keinesfalls zu kurz kommen. „Wenn wir unterwegs sind, wird auch gerne gefeiert“, erinnert sich Getto an so manches schöne Fest.
Immer Zeit für die Kerwe
Neben Auftritten bei Musikfesten, Jubiläen, Kerwen und Umzügen sticht die Olsbrücker Zeltkerwe im Oktober immer wieder als Höhepunkt hervor. Getreu dem Motto „Ferr die Kerb nemmt merr sich Zeit“ ist auch mal Urlaub angesagt. Die „Kerb“ wird immerhin vier Tage lang gefeiert – beginnend mit dem bayrischen Abend am Freitag, gefolgt vom Auftritt befreundeter Musikzüge am Samstag, einem Sonntagsumzug und dem musikalischen Frühschoppen am Montag. An Kirchenkonzerten und Weihnachtsspielen nimmt die CSG in unregelmäßigen Abständen teil. Regelmäßig finden mittlerweile Besuche im DRK-Seniorenheim in Weilerbach statt. Als schöner Abschluss hat sich der jährliche Auftritt im Landauer Weihnachtszirkus herauskristallisiert. Die Verbindung kam über den Pirmasenser Zirkusveranstalter und Unternehmer Jakel Bossert zustande. Bossert leitet zudem den Musikzug Niedersimten. „Zu ihm wie auch den weiteren Musikzügen aus Bann, Queidersbach und den Pirmasenser ,Schlabbeflickern’ unterhalten wir Freundschaften“, sagt Mischa Getto.
Dass die Anzahl der aktiven Musikzüge in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat, ist ihm nicht entgangen. Der Olsbrücker Verein zählt hingegen mehr als 200 Mitglieder. Getto: „Aktive Musiker haben wir momentan circa 20 – und zwar im Alter zwischen neun und 65 Jahren.“ Aus neun Personen (Kassierer, Schriftführer, fünf Beisitzer) setzt sich der Vorstand unter Leitung des Vorsitzenden Gerd Willrich und Stabsführerin Monika Stephan zusammen. Dirigent ist seit vielen Jahren Vollblutmusiker Joachim Braun. Auch bei den Brass Cats, Eddies Blech und den Riesling Böhmischen hinterlässt er als exzellenter Trompeter seine Spuren.
Besondere Öffnungszeiten bei FCK-Spielen
„Unser Repertoire ist eine bunte Mischung aus traditioneller Marschmusik, Stimmungsmusik sowie Medleys von Abba, Udo Jürgens oder Pfälzer Liedern.“ Das bieten die Olsbrücker gerne mal im eigenen Vereinsheim am Bahnhof dar. Dort findet donnerstags von 19.30 bis 21.15 Uhr auch die Gesamtprobe statt. „Unser Vereinsheim ist täglich – außer dienstags – für Gäste geöffnet und wird ehrenamtlich betreut. Bei Spielen des 1. FCK gibt es gesonderte Öffnungszeiten“, berichtet Getto.
„Seit 40 Jahren unterhalten wir eine besondere Freundschaft mit dem Feuerwehrmusikzug Nübbel aus Schleswig-Holstein. In der Regel besuchen wir uns alle zwei Jahre gegenseitig. Zwei Ehen und drei Kinder sind aus dieser Freundschaft schon entstanden“, stellt Getto Freundschaft und gewachsene Bindungen in den Mittelpunkt.
Info
Mehr zum Verein gibt es im Internet auf www.csg-olsbruecken.de.