Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Vereine nutzen Spielfest des Fußballvereins Olympia Ramstein zur Mitgliederwerbung

Linus und Yannis versuchen sich beim Spiel- und Sportfest in Ramstein am Bogenschießen. DerTV 03 Ranstein bietet dieses Sportart
Linus und Yannis versuchen sich beim Spiel- und Sportfest in Ramstein am Bogenschießen. DerTV 03 Ranstein bietet dieses Sportart an.

Einfach mal verschiedene Sportarten ausprobieren: Das konnten die Kinder beim FV Olympia Ramstein am Samstag. Mit der finanziellen Unterstützung des Sportbundes und des Jugendbüros der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach hatte der Verein das erste Fest dieser Art organisiert, um nicht nur für sich selbst Mitglieder zu werben.

Der Schachclub Ramstein-Miesenbach sowie der Turnverein 03 Ramstein (TV 03) präsentieren sich auf dem Sportgelände Am Hocht ebenso wie der Pfadfinderstamm „Kurpfalz“ und das Jugendrotkreuz Ramstein.

Der TV 03 ist mit seiner Abteilung Bogenschießen vor Ort. „Aller Anfang ist schwer“, tröstet Roland Kirsch, einer der Trainer, die achtjährige Marie, nachdem der Pfeil wieder an den Holztieren vorbeigeflogen ist. In sechs Metern Entfernung stehen auf einer Bank ein Igel, ein Eichhörnchen und ein Chamäleon aus Holz, die getroffen werden müssen. Bei Marie gibt der Trainer jetzt noch einige Tipps: „Mach den Finger da weg und zieh den Ellenbogen mehr hoch.“

„Yeah“, ruft das Mädchen, als das Eichhörnchen beim nächsten Versuch doch noch von der Bank plumpst. Marie hat an diesem Tag zum ersten Mal mit einem Bogen geschossen und ist nun auf den Geschmack gekommen. „Ich will nochmal“, sagt sie. Doch hinter ihr warten noch jede Menge andere Kinder, und so muss sich Marie bis zum zweiten Durchgang noch ein wenig gedulden.

Der fünfjährige Moritz bekommt einen kleineren Bogen

Nun ist der kleine Moritz an der Reihe. Der Fünfjährige darf sich etwas näher an die Ziele stellen und bekommt extra einen kleinen Bogen. Der erste Pfeil fliegt nicht weit genug und Karin Kirsch, die Abteilungsleiterin der Bogenschützen beim TV 03, rät dem Knirps: „Du musst den Bogen noch fester spannen, dann klappt das.“

Auf der anderen Seite des Sportplatzes ist die Luft gefüllt mit riesigen Seifenblasen. In einer Babybadewanne hat Mohamed Aldanaf vom Jugendbüro Ramstein-Miesenbach eine Lauge angerührt: „Das ist ein Spezialrezept“, sagt er schmunzelnd: „Man muss vor allem warmes Wasser nehmen.“ An zwei Holzstäben hat er Seile als Form für die Seifenblasen angebunden. Nele schwenkt diese in der Flüssigkeit, dann muss sie die Stäbe hochziehen und gleichzeitig voneinander entfernen. Durch den Wind entstehen riesige Seifenblasen, die in allen Regenbogenfarben schillern und ständig ihre Form verändern, während sie über das Sportgelände hinwegziehen. Tabea probiert auch ihr Glück und bei ihr entstehen jede Menge kleine Blasen, die über das Sportheim schweben.

Jungen und Mädchen jagen auf dem Kunstrasenplatz dem Fußball hinterher

Der FV Olympia zeigt den Kindern, wie in diesem Verein der Fußballnachwuchs trainiert wird. Auf dem Kunstrasenplatz ist ein Kleinfeld abgeteilt. Hier tummeln sich Jungen und Mädchen und jagen dem runden Leder nach.

Die Laufabteilung des Fußballvereins nimmt alle, die gerne das Laufen ausprobieren wollen, mit ins umliegende Gelände.

Der andere Teil des Kunstrasenplatzes beherbergt das Spielmobil des Landessportbundes. Dort können die Kinder Pedalos ausprobieren, große Weltkugelbälle durch die Gegend rollen oder an einem Bungeeseil ein Rennen machen.

Bei Kim Herzogs Kampfschule ist der Eingang zur Hüpfburg. Etwas ruhiger geht es beim Jugendrotkreuz zu. Hier stehen Kinderschminken und Glitzertattoos auf dem Programm. Wer sich stärken will, kann bei den Pfadfindern selbst sein Stockbrot ins Feuer halten. Damit die Erwachsenen auch auf ihre Kosten kommen, präsentieren sich verschiedene Gewerbe. Durch die finanzielle Unterstützung des Sportbundes Pfalz und des Jugendbüros werden zudem die Mittagsspeisen kostenlos abgegeben.

Wem Fußball keinen Spaß macht, der kann etwas anderes ausprobieren

„Mir war wichtig, dass die Vereine miteinander arbeiten“, erzählt Horst Cherdron, einer der Vorstandsvorsitzenden des FV Olympia. „Es ist doch schön, wenn man sagen kann, wenn dir Fußball keinen Spaß macht, kannst du heute etwas anderes ausprobieren.“ Die Menschen, egal welcher Nationalität, könnten durch die Vereine in die Gemeinschaft integriert werden, findet Cherdron, der sich für den heutigen Tag 300 Gäste als Ziel gesetzt hat. „Da bin ich sicher, dass wir das auch erreichen“, meint er.

Auch das Werben der Mitglieder habe zumindest bei der Fußballabteilung schon funktioniert. „Da wurden schon Anmeldungen ausgefüllt.“ Auch bei den anderen Vereinen ist er sich sicher, dass mit dem Spielfest noch Nachwuchs gewonnen werden kann.

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