Kreis Kaiserslautern „Vandalismusresistent“ und aufgepeppt

Gestern wurde weltweit der „Tag des Toilettenpapiers“ begangen, wohl um auf die Unentbehrlichkeit dieses Alltagsgegenstands hinzuweisen. Auch wenn niemand so recht weiß, wer diesen kuriosen Gedenktag erfunden hat, bot er der RHEINPFALZ die Gelegenheit nachzufragen, wie es um die öffentlichen Toiletten im Kreis bestellt ist.
Wollte man eine Rangordnung der öffentlichen Örtchen im Kreis aufstellen, so käme man an der neuen WC-Anlage am Alten Markt in Landstuhl nicht vorbei. Das „vandalismusresistente“ Häuschen ist hygienetechnisch auf dem aktuellsten Stand, nur leider noch nicht in Betrieb. „Uns fehlt noch ein entsprechender Wartungs- und Reinigungsvertrag mit Firmen“, erklärt Stadtbürgermeister Ralf Hersina. „Geht im Vorfeld schon etwas kaputt oder funktioniert nicht richtig, bleibt man ohne Ansprechpartner darauf sitzen.“ Deshalb bleibt die Anlage bis auf weiteres geschlossen. „Das Problem soll aber in den nächsten Wochen angegangen werden“, versicherte er. Bis dahin bleibt bei dringenden Geschäften der Gang zur „netten Toilette“. So wird die bundesweite Aktion von Händlern oder Gastronomen zur kostenlosen Nutzung ihrer Toiletten bezeichnet. Dass eine Fremdenverkehrsstadt wie Otterberg nicht auf ein öffentliches WC verzichten kann, versteht sich von selbst. Beliebtes Ziel touristischer Aktivitäten ist die Abteikirche. Doch bevor sich viele Besucher auf Erkundungstour begeben, steuern sie zunächst die dortige Toilette an, so die Erfahrung von Stadtbürgermeister Martin Müller. „Glücklicherweise konnten wir 2013 im Rahmen der Altstadtsanierung auch unsere öffentliche Toilette aufpeppen“, sagt Müller. In ein Wohnhaus integriert, erstrahlt das generalüberholte WC nun in neuem Glanz. Bei der Sanierung wurde nicht nur an der Optik gefeilt, sondern auch an gehandicapte Besucher gedacht. Dementsprechend ist der Zugang jetzt barrierefrei. „Wir haben zwar ein öffentliches WC im Busbahnhof, aber natürlich sind die Toiletten im Rathaus ebenfalls Besuchertoiletten, behindertengerecht und zu den Dienstzeiten geöffnet“, berichtet Ralf Hechler, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Den Schlüssel zum Busbahnhof-WC leiht das Jugendbüro aus, um schlechten Erfahrungen vorzubeugen. Weilerbachs Ortsbürgermeister Horst Bonhagen kann auf eine beachtliche Anzahl öffentlicher WC-Anlagen in der Gemeinde hinweisen. „Zum einen gibt es da die Toiletten beim Friedhof, welche allerdings schon älter sind. Auch noch in Betrieb ist das WC am alten Dorfplatz, aufgrund seiner Nähe zum Naherholungsgebiet. Auf dem neuesten Stand sind die Toiletten im Café-Bistro Stellwerk am neuen Dorfplatz. Diese können zu regulären Öffnungszeiten genutzt werden und stehen darüber hinaus auch bei verschiedenen Veranstaltungen der Öffentlichkeit zur Verfügung.“ Ist man jetzt immer noch unschlüssig, welches WC man in Weilerbach benutzen soll, hat man außerdem die freie Auswahl in diversen Geschäften. Denn auch in dieser Gemeinde bieten einige die Gelegenheit, eine „nette Toilette“ aufzusuchen. (quli)