Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Unfall mit Schwerverletztem: Keine neuen Hinweise zu Fahrerflucht bei Hütschenhausen

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Zu dem Unfall mit einem Fahrerflüchtigen, der einen 19-Jährigen am 8. Dezember schwer verletzt auf der K3 zwischen Hütschenhausen und Hauptstuhl hat liegen lassen, gibt es nach wie vor keine neuen Erkenntnisse. Der 19-jährige Fußgänger habe schwerste Verletzungen erlitten, befinde sich aber nicht mehr in Lebensgefahr. Dies teilt Michael Hummel, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz mit.

Trotz intensiver Ermittlungen durch eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe habe die Polizei das unfallflüchtige Fahrzeug bislang nicht feststellen können. Die am Unfallort aufgefundenen Fahrzeugteile weisen laut Polizei auf einen VW Passat der Baujahre 1996 bis 2005 hin. Mehr als 800 in Frage kommende Fahrzeuge seien von Beamten der Polizeiinspektionen Landstuhl, Kaiserslautern, Kusel und Lauterecken mit Unterstützung der Sicherheitskräfte der amerikanischen Streitkräfte in den vergangenen Wochen auf mögliche Unfallschäden hin überprüft worden. „Bislang ohne Erfolg“, erklärt Hummel.

Polizeiinspektion sucht weiterhin nach Zeugen

Die Ermittlungen würden fortgeführt, aktuell stünden noch Ergebnisse kriminaltechnischer Maßnahmen und Untersuchungen aus. Da die bislang eingegangenen Zeugenhinweise nicht zum Unfallverursacher geführt hätten, bittet die Polizeiinspektion Landstuhl erneut Personen, die zum Unfallzeitpunkt relevante Beobachtungen gemacht hätten, sich zu melden.

Dass Fälle von Fahrerflucht, bei denen auch Menschen zu Schaden kommen, recht häufig vorkommen, zeigt ein Blick in die Polizeistatistik: In 2018 kam es im Kreis Kaiserslautern insgesamt 2609 Mal vor, dass sich Unfallverursacher nicht um den Schaden kümmerten, sondern einfach weiterfuhren. Dabei kamen sieben Menschen schwer verletzt in ein Krankenhaus, 78 wurden leicht verletzt. „Als ,schwer verletzt’ gelten nach Definition der Polizei Personen, die mindestens 24 Stunden stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Als ,leicht verletzt’ zählen Unfallbeteiligte, bei denen eine stationäre Aufnahme nicht nötig ist“, erläutert Hummel.

Mehr als 2000-mal einfach weggefahren

Im Jahr davor wurde sogar ein Mensch bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet. Insgesamt 2526-mal kam es 2017 vor, dass sich Unfallverursacher vom Unfallort entfernten, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Fünf weitere Personen wurden schwer verletzt, 75 kamen mit leichten Verletzungen davon.

Im Jahr 2016 hat es laut Polizei insgesamt 2553 Verkehrsunfallfluchten gegeben. Dabei wurden von den insgesamt 87 Verletzten neun Personen schwer und 78 leicht verletzt.

Die Zahlen für das Jahr 2019 liegen laut Hummel noch nicht abschließend vor, sie bewegten sich allerdings im Bereich der Vorjahre.

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