Kreis Kaiserslautern Uneinigkeit bei Rhönrad-Plänen

Mit der geplanten Gründung eines Rhönradvereins (die RHEINPFALZ berichtete gestern) hat der Reichenbach-Steegener Gerd Häßel für Irritationen beim Ortsbürgermeister und den übrigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe gesorgt.
„Im Rahmen der Dorfmoderation war die Idee für einen Kulturverein entstanden, der sich auch um die Etablierung eines Rhönradmuseums kümmern soll“, sagte Ortsbürgermeister Dirk Wagner (SPD) gegenüber der RHEINPFALZ. Mit einem Kulturverein hoffe man mehr Mitglieder und mehr Geld zu gewinnen. Nach längerer „Verhärtung“ sei so ein Konsens zwischen Häßel und der Gemeinde gefunden worden. Diesen habe Häßel mit seinem „Alleingang“ – der Gründung eines Rhönradvereins – nun jedoch zunichte gemacht. Nachdem Wagner davon aus dem Amtsblatt erfahren hatte, lud er die Arbeitsgruppe und Häßel am Sonntag ein, „und alle waren sich einig, dass sein Vorgehen nicht okay ist“. Der Bitte, die Gründungsversammlung abzusagen, kam Häßel nicht nach. Vielmehr argumentiert er gegenüber der RHEINPFALZ, dass alle Gegenstände fürs Museum aus seiner Privatsammlung stammen und der Kulturverein lediglich der Vorschlag eines Arbeitsgruppen-Mitglieds war. Auch zur Örtlichkeit herrscht Dissens: Während Wagner sich lediglich das Raiffeisengebäude vorstellen kann, favorisiert Häßel – wegen der Nähe zum Geburtshaus des Rhönraderfinders – die alte Schule und das ehemalige Feuerwehrhaus. Dafür hat er bei der VG einen Kaufantrag gestellt; laut Wagner wird es jedoch von der Gemeinde für den Bauhof benötigt. „Und den Verkauf der alten Schule hat der Rat schon beschlossen.“ Häßel spricht von einem Affront und Scheinargument, Wagner bedauert, dass „mit dem Alleingang das zarte Pflänzlein zertreten wurde“. (gzi)