Kreis Kaiserslautern Umgebaute Sahnelöffel und Stofftiger

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Der Neue Markt in Landstuhl hat sich verwandelt: Von Freitag bis zum heutigen Montag ist auf dem Parkplatz hinter der Stadthalle der Augustmarkt aufgebaut. Schon kurz nach der Eröffnung am frühen Freitagabend nahm die Kerwe Fahrt auf. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bummelten über den Rummelplatz und fanden ihr Vergnügen an Buden, Fahrgeschäften und Ständen.

An einer Glücksbude versucht sich der acht Jahre alte Max als Schatzsucher. „Mit Begeisterung“, wie sein Großvater Reiner Veit aus Landstuhl betont. Ganz viele bunte Edelsteine hat der Junge schon mit der Schaufel im Sand ausgegraben. Nun muss er sich für einen Gewinn entscheiden. Soll es ein Baseballspiel, eine Lego-Figur oder etwas zum Knuddeln sein? Die Wahl fällt auf eine Comicfigur aus Plüsch, ein Minion. Zwei Runden über den Kerweplatz haben Großeltern und Enkel schon hinter sich, doch damit ist es noch nicht genug. „Wir werden noch etwas bleiben.“ Am Schießstand daneben kuscheln zwei Stofftiger auf der Theke. Zwei Männer und eine Frau steuern ihn direkt an. Einer der beiden greift sich das Gewehr, legt an und zielt: Schuss. Treffer! Schuss. Treffer! Schuss. Treffer! Insgesamt zwölf Mal nimmt er die Plastiksterne ins Visier, 14 davon fehlen. „Such dir was aus Schatz“, fordert er seine Begleiterin stolz auf. Die greift nach einem rosaroten Plüschherz, darauf sind die berühmten drei englischen Worte „I love you“, zu Deutsch „Ich liebe dich“, gestickt. Nicht nur die Buden, auch die Fahrgeschäfte haben ihre Fans. Die Kleine mit dem blonden Lockenkopf dreht sich mit dem Karussell und winkt. Aber wo sind ihre Leute? Hilflos irrt ihr Blick zu den Zuschauern. Ah, da sind sie ja. Ein Strahlen huscht über ihr Gesicht. Aber das Karussell dreht sich unermüdlich weiter und das Lenkrad ihres Autos lässt sich so herrlich drehen. Mit dem Stopp kommt ein Mann auf sie zu, setzt sie in einen quietschroten Gabelstapler und die nächste Tour beginnt. Wieder winkt sie, setzt zumindest an, denn die beiden Schaltknüppel vor ihrer Nase fesseln ihre Aufmerksamkeit und wollen untersucht werden. Wilder geht es im Musikexpress zu. „Jetzt geben wir Gas!“, kündigt die Stimme aus den Lautsprechern an. Langsam setzt sich die Wagenschlange in Bewegung. Nach wenigen Sekunden fliegen die Haare und einige Runden später kleben die Insassen der Berg- und Talbahn am Außenrand ihrer Wagen. „Jetzt mit Dampf, jawoll“, lässt der Mann aus dem Kassenhäuschen hören – und setzt kurze Zeit später mit den Worten „Jetzt volle Pulle!“ noch eines drauf. Nebenan im Miami, einer vertikal rotierenden Sitzreihe, kreischt ein Mädchen bei jedem Hub in die Höhe. Die Boxautos sind von Kindern in Begleitung ihrer Eltern und Jugendlichen belegt. Das kleine Mädchen benötigt beim Einwerfen der Chips Hilfe und kann kaum über den Lenker gucken. Aber Spaß macht’s trotzdem, das sagt ihr freudig-aufgeregter Gesichtsausdruck. Kaum ein Kerwebesuch ohne eine Leckerei. Davon gibt es wirklich viele. „Mein Papa ist cooler als deiner“ sagt die Aufschrift auf dem Babybody. Er wird an den Ständen der fliegenden Händler auf dem Lothar-Sander-Platz angeboten, wo auch Sonnenbrillen, Kleider, Röcke, Hüte, Schals, Taschen und vieles mehr angeboten wird. Kettenanhänger, Armspangen, Broschen oder Ringe haben Hans-Jürgen Gsöls und Christiane Kolb aus Gabel, Messer und Löffel zu Unikaten gefertigt. „Wir produzieren nur Einzelstücke, keine Massenware“, erzählen sie. Wenn auch viel beachtet, sind die Stücke noch nicht zu einem Renner avanciert. „Jeder Zehnte kauft.“ Heute gibt es noch einmal die Möglichkeit, einen umgearbeiteten Sahnelöffel zu erwerben... (lmo)

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