Kreis Kaiserslautern
Um Bürger schützen zu können, müssen die Helfer gut ausgebildet sein
Sie löschen Brände, pumpen vollgelaufene Keller aus, schneiden Verletzte aus Unfallautos und holen Nachbars Katze vom Baum, wenn das arme Tierchen nicht mehr von allein ’runterkommt: Ohne die Helferinnen und Helfer der Feuerwehren geht es nicht. Die Freiwilligen sind bei Wind und Wetter unterwegs, nicht selten geht der Melder auch nachts los. Bei den Einsätzen riskieren sie oft ihr eigenes Leben und ihre Gesundheit. Um die Bevölkerung gut schützen zu können, müssen die Helfer daher selbst gut ausgerüstet und gut ausgebildet sein. Eine gute Nachricht ist es daher, dass die Sanierung der Feuerwache in Ramstein gut vorangeht. Im Zuge der Arbeiten wird ein Teil des Gebäudes, das 1980 in Betrieb ging, aufgestockt. In das Obergeschoss kommt eine Atemschutzübungsstrecke. Was es damit auf sich hat? Bei der Feuerwehr und im Katastrophenschutz werden Atemschutzgeräte eingesetzt. Diese sollen verhindern, dass bei Einsätzen reizende oder giftige Stoffe in die Augen, Atemwege und damit in den Blutkreislauf des Helfenden gelangen. Laut Feuerwehr gehören Einsätze unter Atemschutzgeräten zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Feuerwehrdienst. Es können nur Leute eingesetzt werden, die körperlich und fachlich dafür geeignet sind. Belastungs- und Orientierungsübungen unter realitätsnahen Bedingungen sind einmal im Jahr auf einer speziellen Übungsstrecke zu machen.
Gut zwei Jahre dauerte es, bis der Bauantrag für die Wache genehmigt war. Wenn alles klappt, sind die Arbeiten nun im September nächsten Jahres abgeschlossen. Die Übungsstrecke kann dann von allen Wehren im Kreis Kaiserslautern genutzt werden. Damit können sich die Helfer die Fahrten zu den umliegenden Berufsfeuerwehren künftig sparen und die Ramsteiner Feuerwache wird als zentrales Ausbildungszentrum in ihrer Funktion gestärkt.
Vorbild für Bundespolitik
Endlose Diskussionen, Streitereien, sich gegenseitig ans Schienbein treten in der Bundespolitik: In Berlin hat sich die Ampel-Regierung systematisch selbst zerlegt. Dass es in der Politik auch ganz anders laufen kann, zeigt die kleine Gemeinde Bann in der Verbandsgemeinde Landstuhl. Dort wurde statt gegeneinander nämlich miteinander gearbeitet. CDU und FWG hätten „Historisches“ geleistet, wie Richard Roschel, Erster Beigeordneter (FWG) an die RHEINPFALZ schreibt. Denn auch zwischen den beiden Parteien war vor den Wahlen nicht immer alles eitel Sonnenschein, wie der Beigeordnete bekennt. Doch der Wille, das Beste für den rund 2300 Einwohner starken Ort zu erreichen, ließ Parteigrenzen überwinden. Die Christdemokraten und die Mitglieder der Freien Wählergruppe machten sich gemeinsam auf den Weg, um die tiefen Schlaglöcher in den Ortsstraßen zu beseitigen. Da an Haushaltsmitteln für die Straßeninstandsetzung noch ein ausreichender Betrag zur Verfügung stand, wurde in Absprache zwischen beiden Gemeinderatsfraktionen und Ortsbürgermeister Michael Klingel (FWG) über den Bauhof 15 Eimer sogenanntes Kaltmischgut organisiert. Dieses bauten die Helfer unter der fachmännischer Aufsicht des gelernten Straßenwärters und langjährigen Gemeinderatsmitglieds Thomas Kern ein. Zahlreiche Stellen, wo wirklich „Gefahr in Verzug“ war, konnten wieder gefüllt, verdichtet, geglättet und mit Rheinsand abgestreut werden. Durch den schlechten Zustand der Ortsstraßen und der Fülle der vielen Löcher hat das Material leider nur für die Hälfte der Straßen gereicht. Doch der ehrenamtliche Dienst soll wiederholt werden, um auch die restlichen Gefahrenpunkte zu entschärfen. Die Aktion kam gut an: Vom Bürgermeister gab’s ein Mittagessen, viele Bürger versorgten die Helfer ebenfalls zwischendurch mit einer Stärkung und Getränken. Fazit: Die Arbeit hat nicht nur Mega-Spaß gemacht, sondern hat auch dem Gemeindesäckel eine Menge Ausgaben erspart. Daran könnten sich die Politiker in Berlin eine Scheibe abschneiden!